Omnipollo – AON Pecan Mud Cake Bourbon BA (2019) (Schweden)

Omnipollo – AON Pecan Mud Cake Bourbon BA

Hallå! God afton (27.10.2019)! Kurz vorab: Wer die Geschichte von NOA zu AON erfahren möchte: Umbenennung NOA. Das überaus gehypte NOA (AON) Pecan Mud Cake hatte ich in 2017 getrunken, da gab es Die Crafter & diesen Blog aber noch nicht. Allerdings war dieses Bier für mich zu overrated. Die Variante im Bourbonfass gefiel mir hingegen sehr gut. Häufig wird Omnipollo ein künstlicher Geschmack nachgesagt, da viel mit Aromen gearbeitet wird. Teilweise empfinde ich das auch, aber es stört mich vom Prinzip her nur selten. Henok Fentie (Gründer/Inhaber) ist der Brauer (vielleicht habt ihr diesen Dude ja schon mal gesehen) , der seine Biere überall auf der Welt brauen lässt und sie (sehr gerne auch bei einer altbekannten Brauerei, nämlich De Molen aus Holland) sind sehr kreativ und außergewöhnlich, weshalb Omnipollo schnell auf dem gesamten Planeten bekannt wurde und eine große Fanbase besitzt. Ihren Sitz selbst haben sie in Stockholm und ganz genau sitzen sie auf der Insel Gamla Stan.

Eine Neuerung neben NOA zu AON gibt es dann aber doch noch, denn die 2019 Version wurde für satte 18 Monate in Bourbonfässern gereift, vorher waren es nur 12 Monate. Zum Bourbonfass selbst werden keine Angaben gemacht.

Infos:.
Alkoholgehalt:  11 %
IBU: 60
Inhalt: 0,33 l

Kcal: 330
Herkunft: Schweden  

Etikett/Aussehen:

Die Schweden stehen bei ihrer Grafikgestaltung (von Karl Grandin) immer ein wenig auĂźen vor, sie stechen heraus, selten hat das Etikett einen Bezug zum Namen/Inhalt des Bieres, es ist aber auf jeden Fall immer kreativ. Das alte NOA Pecan hatte immer nur ein grĂĽnes Smileygesicht, allerdings nur durch Augen und Mund und rausgestreckter Zunge angedeutet. Das AON Pecan Mudcake Bourbon BA 2019 bekam einen Kreis, um ein ganzes Gesicht zu vervollständigen (die Nase fehlt trotzdem) und dieses Mal in einem knalligen Gelb, was mir insgesamt gefällt. Aber gut – so kreativ oder auĂźergewöhnlich ist das nicht und leicht abgewandelt zum ehemaligen Etikett.

Zutaten:

  • natĂĽrliche Aromen (wo sich die Craftbiergeister scheiden)

Geruch/Aromen:

Was flattert an meine NasenflĂĽgel? Es ist dieser unwiderstehliche Geruch von Schokoladenkuchen / Schokoladensirup, Nuss, SĂĽĂźe aber auch Bitterkeit, ich will jetzt nicht Nutella sagen, aber es geht in diese Richtung, was durch Kaffee und Bourbon / Vanille, die vom Bourbonfass kommen muss, dann aber wieder verworfen wird.

Geschmack:

Mega. Der Körper ist wunderbar voll, schwer und ölig. Im Geschmack ebenso fantastisch, super kräftig und komplex. Der Nachgeschmack bleibt auch eine gute Weile erhalten. So stellt man sich ein Imperial Stout vor. Man führt das Pecan Mud Cake auch unter Pastry Stout.

Ich bleibe bei meiner Kernaussage, ich finde das normale Pecan Mud Cake überbewertet, aber die BA Bourbon Version ist teuflisch gut. Das ist flüssiges Gold im Glas, welches man zu jeder Tageszeit trinken könnte.

Was passiert jetzt aber im Geschmack? Dort ist erneut die Zartbitterschokolade, auch der Sirup ist vorhanden und Malz. Die süßliche Note zieht sich vom Anfang bis zum Mittelteil, danach möchte es bitter und röstig werden, sehr gelungen, da dadurch ein kleiner Twist entsteht.

Gerade dort, wo die Bitterkeit und die Röstaromen einsetzen, zeigt sich dann auch der Kaffee am stärksten.

Kennt Ihr Pekannüsse? Nein? Ja? Für diejenigen denen es nichts sagt: Die Pekannuss ist aus der Familie der Walnussgewächse. Im Endeffekt schmeckt die Pekannuss auch wie eine Walnuss, nur ist der Geschmack viel intensiver und vor allem haben diese Nüsse einen süßlichen Geschmack. Ich persönlich bevorzuge aufgrund dessen die Pekannuss.

Das Bier wurde mit dem natürlichen Aroma von Pekannuss (weshalb es auch Pecan heißt) bereichert und dieser nussige Geschmack ist sehr präsent. Die Süße wird zum Teil auch durch die Nuss kommen, da bin ich mir fast sicher.

Auf jeden Fall schmeckt das alles schon, wie ein schöner Schokoladen-Nusskuchen.

Zu dieser Note gesellt sich dann aber noch der Geschmack von Vanille und dieser perfektioniert den Geschmack und befördert das Bier auf eine neue Stufe.

Bei der Fasslagerung muss ich nun gestehen, dass mein letztes Noa Pecan Mud Cake eine gute Weile her ist. Insgesamt würde ich sagen, hat das halbe Jahr Reifung mehr den Geschmack des Bieres noch einmal intensiviert und vertieft. Mir kommt der Geschmack einfach viel kräftiger vor, aber das kann auch bloß die Einbildung sein. Den Geschmack von der vorherigen Flasche habe ich ja nun nicht im Kopf abgespeichert.

Das Bier weist auch so eine leichte Buttrigkeit auf. Eine Sache, die ich gar nicht erwähnte, waren die typischen Anklänge durch die Bourbonfassreifung, die wollte ich eigentlich relativ unterdrückt feststellen. Mit der Erwärmung des Bieres wird es allerdings ganz zum Schluss doch noch trocken und eine Würzigkeit tritt auf. Der Alkohol tritt meines Erachtens fast gar nicht auf, es ist aber minimal eine alkoholische Schärfe vom Bourbon wahrzunehmen, die wirklich nicht stark ins Gewicht fällt. Eine deutlich wohlige Wärme ist zu spüren. Eine Note, die erst bei voller Erwärmung stattfindet (mittlerweile sitze ich gut anderthalb Stunden an diesem Bier), ist noch eine leicht rauchige Note. Dass manche Reviewer sogar den Geschmack von Kokosnuss finden möchte, unterstütze ich ebenfalls. Eigentlich verrückt, wie komplex und mit wie vielen verschiedenen Schichten dieses Bier aufwartet.

Allerdings fordert all dies auch seinen Tribut und hierbei spreche ich den preislichen Aspekt an, denn das Bier hat stattliche 12,75 Euro gekostet. Man kann es aber auch fĂĽr knapp unter 12 Euro schieĂźen, es macht den Kohl nicht fett. Das alte NOA Pecan Mud Cake BA lag bei ~ 9 Euro.

Ich ziehe hier ein kurzes Fazit und das lautet das ich die hohe Bewertung vollkommen verstehen kann.

Krone:

Schwerstes Motoröl, welches keinen Schaum zugelassen hat, man bekommt nur einen 1mm breiten Faden am Rand. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie manch einer dort einen Zentimeter Schaum im Glas hatte, da ich es schon extra von weiter oben eingegossen habe.

Bewertung auf
ratebeer: 100 Punkte 3.98/5
untappd: 4.44/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 12,75 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja


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