Berghoeve Brouwerij – Zwarte Snorre Barrel Aged Bourbon Whiskey (Niederlande)

Berghoeve Brouwerij – Zwarte Snorre Barrel Aged Bourbon Whiskey

Berghoeve Brouwerij – Zwarte Snorre Barrel Aged Bourbon Whiskey

Oranje, oranje! Ich möchte euch heute (25.10.2019) wieder auf eine kleine Tour zu unseren Nachbarn nach Holland mitnehmen. Ganz genau gehen wir dieses Mal geographisch gesehen in den Westen der Niederlande, fast an der Grenze gelegen, denn dort fällt unsere Nadel im Dorf Den Ham hinunter (ca. 6 000 Einwohner). Den Ham liegt ca. 12 km von der Grenze zu Deutschland, es ist also quasi ein Katzensprung und man könnte auch einfach eine Radtour zur Brauerei tätigen, zumindest diejenigen, die nicht unweit der Grenze entfernt ansässig sind. Den Ham gehört der Gemeinde Twenterand an.

Geralda und Jürgen Bootsveld sind die Köpfe hinter Berghoeve, kennen und lieben gelernt haben sie sich im Studium Lebensmitteltechnologie. Im Teilstudium lernten sie das Bierbrauen und 15 Jahre betrieben sie dies als Amateure. In 2010 sollte damit allerdings Schluss sein und man eröffnete die eigene Brauerei. Wer die ganze Geschichte lesen möchte: Über Uns, ein schickes Video vom Hof findet ihr dort auch noch.

Berghoeve ist mir noch nicht untergekommen, allerdings hatte das Etikett und vor allem die verschiedenen Fassreifungen deutlich mein Interesse geweckt. Auf ihrer hauseigenen Seite könnt ihr noch ein paar Überbleibsel sehen Berghoeve Biere. Bei dieser Brauerei handelt es sich wirklich um eine Kleinstbrauerei, wo wirklich alles noch in Handarbeit geschieht, vom Abfüllen zum Etikettieren, dem Kronkorken und der Einlagerung.

Zwarte Snorre gibt / gab es als Fassreifung in:

Bruichladdich / Imperial Whisky (sag mir so nichts) / Bunnahabhain / Bowmore / Caol Ila / Ledaig (Inseln; Ledaig war ehemals Tobermory) / Ben Nevis (Highlands) / Staoisha / Bourbon / Laphroaig / Loch Lomond (Midlands) / Ruadh Maor (Highlands) / Macallan (Speyside) / Aberlour (Speyside) / Auchroisk (Speyside)

Dem geĂĽbten Auge / Whiskyliebhaber / Fan / Kenner, sollte nicht entgangen sein, dass davon viele (fett markiert) der Whiskybrennereien von der Insel Islay stammen. Sicherlich habe ich auch noch Varianten vergessen.

Wenn jetzt diverse Leute von euch in diesem Thema neu sind, aber mal Interesse haben sich einzulesen oder auch die Regionen auffrischen möchten, der klickt hier: Wiki Whisky Regionen etc. In der Mitte findet ihr dann die unterschiedlichen Regionen.

Man… So viel wollte ich euch mit diesem Thema gar nicht volltexten, aber es bietet sich auch fĂĽr Neulinge an.

UrsprĂĽnglich wollte ich erst die Variante Ben Nevis und Staoisha kaufen, dann war das Staoisha allerdings ausverkauft und ich schwang auf die Reifung in Laphroig und im Bourbonfass um.

Das Basisbier stellt dann das Zwarte Snorre und die fassgereiften Biere wurden zwischen 4 und 12 Monaten im jeweiligen Fass gelagert.

Infos:
Alkoholgehalt: 11 %
IBU: –
Inhalt: 0,33 l

Kcal: 330
Herkunft: Niederlande

Etikett/Aussehen:

Als Etikett wählte man eine relativ schmale Variante. Links und rechts gibt es einen weiĂźen Rahmen, die einen mit den nötigen Infos fĂĽttern. In der Mitte bekommt man einen abendlichen Hintergrund in blau gezeigt. Bäume und GebĂĽsch sieht man als Silhouette, es scheint Winter zu sein, denn das Blattwerk ist vollständig verschwunden. Oben wird der Biername erwähnt, allerdings steht unter dem Zwarte Snorre noch ein „Twents Imperial Stout“. Fällt euch etwas auf? In der Einleitung erwähnte ich die Gemeinde Twenterand und deshalb steht dort Twents Imperial Stout.

Zutaten:

  • Hafer

Geruch/Aromen:

Geruchlich stellt sich mir das Bier dünn und schlank vor. Kann ich das so riechen? Dazu kommen dann noch Schokoladenduft, ein wenig Röstaromen und Malz. Dahinter versteckt sich dann der Bourbon mit Vanilleanklängen. Kaffee und Karamell blitzen auch noch auf. Ein wenig Rauch ist dort auch noch ganz hinten verborgen.

Geschmack:

Lecker. Reicht oder?

Der Körper ist wunderbar voll und schwer, ebenfalls ist dies beim Geschmack der Fall. Natürlich lässt das Bourbonfass das Bier wieder ein wenig dünner wirken, aber gerade bei diesem Bier fällt das dieses Mal nicht so stark ins Gewicht. Was haben wir aber noch?

Erstmal sei gesagt, dass der Hafer das Bier wieder richtig schön cremig macht. Eine leichte Nussigkeit fällt mir direkt auf.

Da ist dieser unfassbare Zartbitterschokoladenkuchen, der mit Kaffee versetzt wurde. Das Malz bildet wie immer den Grundkörper, gerade am Start hat man auch noch Restsüße vom Malz.

Danach schaut kurz das Karamell vorbei, wird dann aber von Röstaromen und Bitterkeit verdrängt. Zu diesen zwei Noten gesellen sich dann schon der Bourbon und der Geschmack von Vanille.

Das Ende hingegen wird dann richtig spannend. Es wird relativ rauchig und in Kombination mit den Röstaromen und der Bitterkeit. Diesen rauchigen Ton hatten wir schon in der Nase und den hätte ich in diesem Bourbonfass gelagerten Bier gar nicht mal so kräftig erwartet. Klar, der Bourbon zeigt wie immer seine typischen Anzeichen, er lässt das Bier nämlich dünner wirken, es ist ein wenig Alkohol zu verspüren und es wird doch gut trocken.

Dies soll jedoch nicht alles gewesen sein, denn schon ab dem Mittelteil schwingt bei diesem Bier eine salzige Note mit. Von dieser Salzigkeit driftet das Bier dann nämlich zum Geschmack von Lakritz ab und dieser Geschmack passt mit Trockenheit und dem Rauch wirklich richtig gut zusammen.

Gerade der Rauch hinterlässt Assoziationen von Leder, Asche und Tabak in meinem Kopf.

Was man aber thematisieren muss, ist, dass dieses Bier sich nicht komplett wie ein BA Bourbon Bier trinken lässt. Es hat die typischen Anklänge, aber der Rauch und das Lakritz lassen den Bourbon ein wenig „alt aussehen“. Mir gefällt dieses Bier jedoch trotzdem richtig gut.

Ich bin richtig froh, bei dieser Flasche zugegriffen zu haben, die Qual der Wahl aus 8 Flaschen war schwierig, kleine Eindrücke hatte ich mir über untappd eingeholt, wobei ich auf ratebeer eigentlich mehr Vertrauen setze, auch wenn AB Inv. der neue Inhaber ist (seit 2019 komplett; 2016 sicherten sie sich einen großen Anteil von ratebeer). Die Reviewer auf der Seite selbst sind aber kritischer, die Seit lässt mehr Text zu und es wird nicht alles gehyped, wie es auf untappd der Fall ist.

Krone:

Hier findet fĂĽr mich das einzig wirkliche Manko statt, denn diese wurde wieder schnell vom Alkohol zerfressen, ganz am Ende hinterbleibt nur noch minimaler Restschaum.

Bewertung auf
ratebeer: –
untappd: 4.22/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 4,95 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

BegrĂĽndung:

Definitiv fĂĽr knapp unter 5 Euro und wenn man dann noch eine Kleinstbrauerei unterstĂĽtzt.


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