Berghoeve Brouwerij – Zwarte Snorre Barrel Aged Laphroaig Whisky (Niederlande)

Berghoeve Brouwerij – Zwarte Snorre Barrel Aged Laphroaig Whisky

Berghoeve Brouwerij – Zwarte Snorre Barrel Aged Laphroaig Whisky

Zwarte Snorre Part 2 (30.10.2019)!!! Die ganzen Hintergrundinformationen könnt ihr euch aus der Review von der letzten Woche ansehen. Dort wurde bereits alles wichtige erwähnt 🙂

Die einzige Neuerung, die wir nun haben, ist, dass die Fasslagerung nicht mehr im Bourbon, sondern im Single Malt Laphroaig Whisky stattgefunden hat. Mittlerweile müsstet ihr wissen, was das bedeutet und was auf uns zukommen wird. Ich erwarte hier eine richtig steife Brise, die viel kräftigen Rauch und Torf mit sich bringt. Es sollte medizinische/phenolische Anklänge besitzen. Dazu die raue See, extremer Torf, Salz, Teer, Öl und einen super lang anhaltenden Nachgeschmack. Man könnte den Charakter als eigenwillig und voll umschreiben. Diese Beschreibung mag im ersten Augenblick ein paar von euch erschrecken, aber wer einen Whisky von der Insel Islay mal getrunken hat, wird diesen Geschmack kennen und lieben, wenn man denn ein Fan davon ist. Ansonsten bleibt einem nur der pure Hass dafür übrig, ein Zwischending gibt es selten.

Die Lagerungsdauer beträgt erneut 4-12 Monate, wie bei allen Varianten aus dieser Reihe. Auf einer Bestellseite wird 1 Jahr geschrieben.

Infos:
Alkoholgehalt: 11 %
IBU: –
Inhalt: 0,33 l

Kcal: 330
Herkunft: Niederlande

Etikett/Aussehen:

Siehe Beschreibung von letzter Woche: Zum Etikett

Zutaten:

  • Hafer

Geruch/Aromen:

Kann die Erwartung, die sich im Kopf schon manifestiert hat, erfüllen? JA! Die Antwort kann nur JA lauten. Mich persönlich betört dieser Geruch schon, obwohl das Bier noch eine Spur zu kühl ist. Es riecht einfach wie ein Bier mit Laphroaigreifung riechen muss. Es ist eine ordentliche Portion Rauch und Torf vorhanden. Schließe ich die Augen und würde Meeresrauschen oder Wellen, die an den Felsen abprallen, hören, dann fehlt nur noch das Kreischen der Möwe und ich bin beim Öffnen der Augen auf einer Klippe in Schottland. Auch die angesprochene medizinische/phenolische Note ist klar zu erkennen. Dazu hat man einfach noch das geröstete Malz, was sowohl vom Whisky als auch dem Bier kommt.

Ihr merkt schon, in der Vergangenheit waren die Beschreibungen zum Geruch immer kurz und knackig gehalten, dafĂĽr fĂĽhre ich dann den Geschmack meistens weiter aus.

So ein Bier hat durch den Laphroaig aber schon allerhand in der Nase. Schon kurze Zeit nach der Erwärmung ist auch eine süße Note zu vernehmen. Kann das Bier nun aber mehr bieten, als den typischen Geruch von Laphroaig? Im Moment würde ich das verneinen wollen. Es ist maximal noch Zartbitterschokolade und/oder Kaffee zu finden, aber die BA Reifung hat hier große Fußspuren hinterlassen.

Geschmack:

Genau das, was ich erwartet habe. Meine Erwartungen sind in jedem Fall befriedigt. Kommt mir das Bier am Anfang doch dünner (medium) vor, wird dieser Eindruck mit der Walze überrollt. Der Körper ist komplett voll und schwer, ebenfalls trifft dies auf den Geschmack zu.

Im Endeffekt bekommt man genau das, was man sich als Liebhaber von Islay Whisky und Craft Beer oder einfach dunklem Bier wünscht. Das Malz bildet wie immer das Grundkonstrukt. Hier ist es dann das geröstete Malz. Man bekommt dann Süße, Rauch und viel Torf an den Gaumen. Und eben auch diese phenolischen/medizinischen Noten.

Eine kurze Reifephase würde ich bei diesem Bier nicht vermuten, ich könnte mir das erwähnte 1 Jahr Reifung gut vorstellen.

Man liebt es oder man hasst es, ein Zwischending gibt es hier nicht.

Was kommt nun aber zum Whisky dazu? Da erwähnte ich im Geruch die Schokolade und ja, es gibt hier Zartbitterschokolade. Der typische Kaffee wird es dann allerdings nicht, dafür fügen wir dann den Espresso ein, denn das Fass gibt richtig knackige Bitterkeit durch die Tannine ab. Und das geröstete und getorfte Malz hinterlässt schöne Röstaromen, die kräftig einzuordnen sind, weshalb ich mich an einen Espresso erinnert fühle. Eine weitere Geschmacksnote wäre für mich noch Karamell.

Interessant bei Islay Whisky zu beobachten ist, wie immer eine neue Schicht von Geschmack angeschwappt kommt. Habe ich die See nicht nur in der Nase, dann kommt mir der Geschmack doch wie eine Welle vor, denn immer wenn man denkt, es hört auf, kommt eine neue Ladung an Geschmack. Der Nachgeschmack ist deshalb auch lange ausgebildet, man kann hier problemlos eine Minute nicht nippen und trotzdem hat man noch einen kräftig rauchig/torfigen Geschmack im Mund. Ich finde diese torfigen Noten köstlich.

Finde ich Alkohol? Nein, eher nicht – wurde also gut versteckt/eingebunden.

Häufig ist der Laphroaig aber zu brachial für Biere oder es wird genau deswegen zu lasch gemacht, weil es für viele Reviewer zu viel ist.

Beim Zwarte Snorre ist dies nicht der Fall. Die Bitterkeit, der Rauch und der Torf werden von der Süße gut ausbalanciert, auch wenn der Whisky die Oberhand behält.

(Was gerade zum Ende hin bei voller Erwärmung auffällt, ist eine salzige Note und ich würde auch Lakritz sagen.)

Was soll ich groß sagen, ich finde dieses Bier einfach toll. Häufig greife ich bei der Fassreifung mit Single Malt zur Laphroaig Variante, deshalb kommt auch wieder der Satz, dass dieses Bier für die Smokeheads unter euch sicherlich anklang finden wird. Ich habe allerdings eine Flasche an einen guten Freund verschenkt, der eigentlich total der Fan von Peated Single Malt ist, dem war es wirklich zu viel des Guten.

Die Reifung in Islay Whiskyfässern bleibt also Geschmackssache und die unterschiedlichen Bewertungen auf untappd kann ich vollkommen nachvollziehen, denn diese schwanken tatsächlich von ganz unten bis ganz oben, weil die Reifung in diesen Fässern einfach kontrovers ist, die Geister scheidet, eckig und kantig ist. Für mich ein weiteres geniales Bier von Berghoeve.

Krone:

Die Krone ist fast dieselbe Leier wie immer. Am Anfang gab es immerhin einen halben Finger feinsten bräunlichen Schaum, der dann aber sehr schnell verpuffte.

Bewertung auf
ratebeer: –
untappd: 4.17/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 4,95 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja


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