Lehe – Ravnodenstvie BA Russian Imperial Stout (Estland)

Lehe – Ravnoodenstvie BA Russian Imperial Stout

Moin, pünktlich zum Wochenende gibt es neue Bewertungen.

Starten werden wir mit dem Ravnodenstvie Barrel Aged Russian Imperial Stout von Lehe Brewing aus Estland.

Der Name ist auf jeden Fall schon einmal ein guter Zungenbrecher.

Das Bier ist in einer Kollabo, mit einem russischen Braumeister, von der Vasileostovskaya Brewery aus St.Petersburg entstanden.

Heißt das Bier deshalb Russian Imperial Stout?

NEIN!

Es ist einfach wieder ein Zusatz, wie es schon das Imperial (bedeutet einfach mehr von den Zutaten oder mehr Malze, mehr Hopfen…) bei vielen Bieren gibt, ist es hier noch das Russian.

Das Russian Imperial Stout wurde zum ersten Mal in England für Peter den Großen (aus Russland) gebraut. Dieser Stil hat einen höheren Alkoholgehalt, den ein traditionelles englisches Stout aufweist (die beginnen nämlich schon bei 3%). Dazu sind diese Biere mit einem vollen Körper, komplex und geben häufig Noten/Aromen von getrockneten Früchten, Kaffee und/oder dunkler Schokolade ab.

Nun gut, was haben wir hier.

Infos:
Alkoholgehalt: 11%
IBU: 110
Inhalt: 0,33l
Herkunft: Estland

Mit 110 IBU ist dieses Craft Beer natürlich schon wieder in der Champions League. Im Gegensatz zur Basisvariante wurde es noch im Rumfass gereift.

Ich habe das Bier, wie immer aus dem Kühlschrank getrunken und dieses Bier hat mich wirklich erstaunt, nicht nur, wie immens sich ein Basisbier doch verändern kann, aber wie sehr auch die Temperatur des Biers, einem vermeintlich am Anfang etwas vorgaukeln kann/möchte und sogar schafft.

Die Standardvariante werde ich übrigens in den nächsten Wochen beschreiben.

Die Süsse, die man in der Variante ohne Fasslagerung präsent bemerkte, verschwindet hier erstmal weit in den Hintergrund. Es ist trotzdem eine Süsse zu schmecken, ebenfalls Schokolade. Das Bier wurde ja auch mit Schokomalz und Madagaskar Vanille eingebraut.

Eigentlich wollte ich diesen Teil weglassen, aber ich möchte euch daran teilhaben lassen. Der Geschmack hatte mich so verblüfft das ich generell erstmal recherchieren musste, um was für eine Fasslagerung es sich handelte, da es auf dem Bier nicht vermerkt wurde. Ohne Witz…ich lese mir ja gerne beim Tasting auch die Bewertungen auf ratebeer, untappd durch, dazu gibt es noch entspannte Musik und der Spaß kann beginnen. Auf ratebeer schmiss jemand BA Islay in den Raum…

Ich will nicht sagen das mich das beeinflusst hätte, allerdings war dies genau auch mein Empfinden und mein erster Gedanke.

Das bedeutet das es einen ziemlich kräftig rauchigen/torfigen Geschmack hatte, was für mich persönlich allerdings alles nur auf die Temperatur des Bieres zurückzuführen ist (zu kalt). Bier ist eben wie ein guter Wein, es öffnet sich mit der Temperatur und zeigt dann alle Noten, wenn sie denn vorhanden sind.

Die Bitterkeit war sowieso zugegen. Als sich die Temperatur des Bieres erhöhte, drehte sich das Blatt und dann konnte ich neben den malzigen Noten, Zartbitterschokolade/Kaffee, getrocknete Früchte, auch die Holznoten finden.

Dazu zeigte sich dann auch die Vanille, wobei ich diese Note trotz der extra Lagerung im Rumfass, als nicht so kräftig empfand. Das Rumfass brachte eher diese spicyness (alkoholische schärfe) und Würzigkeit mit sich.

Ich würde schon sagen das es hier ein spezieller Rum gewesen sein muss, denn trotz alledem hatte dieses Bier zum Ende hin immer noch eine leicht rauchige Note.

Das Resumé für mich ist das mir dieses Bier in seiner Standardversion besser gefallen hat.

Bewertung auf
ratebeer: 98 Punkte 3.80/5 Sterne
untappd :4.09/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus Lübeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 6,99 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich würde dieses Bier wieder kaufen: Nein

Begründung:

Warum nein? Es ist ganz einfach, mir hat hier die Basisvariante mehr gefallen, dazu ist ist diese auch mal glatt 3 Euro billiger.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.