Pöhjala – Karneval (Estland)

Pöhjala – Karneval

Samba De Janeiro!!! Okay, wir haben keine Karnevalszeit, aber immerhin hat sich das Land schön erhitzt und zu spĂ€ter Stund gibt es noch ein schönes Bierchen zum AbkĂŒhlen. Was passt also besser, als ein Imperial Stout von Pöhjala? Heute verköstige ich sogar mal eher im „niedrigeren“ Preissektor, denn mit 3,75 Euro ist dieses Bier schon ein sehr preisgĂŒnstiges aus dem Hause Pöhjala.

Infos:
Alkoholgehalt: 10,9 %
IBU: 40
Inhalt: 0,33 l
Herkunft: Estland

Etikett/Aussehen:

Dem Titel entsprechend prÀsentiert sich das Etikett ziemlich farbenfroh und in einer Art Federkleid. Ich mag es leiden.

Zutaten:

Hinten steht auf dem Craft Beer, dass es ein Imperial Dessert Stout sein soll. Es wurde mit frischen Himbeeren, Passionsfrucht und gerösteter Kokosnuss eingebraut, allerdings denke ich, dass man hier natĂŒrliche Aromen verwendet hat.

Geruch/Aromen:

Nun, was haben wir in der Nase? Der Geruch holt einen schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurĂŒck. Ich kann wirklich rein gar nichts von den Aromen wahrnehmen. Es ist maximal eine sĂŒĂŸliche Note zu finden, die allerdings von so ziemlich allem kommen kann. Die Passionsfrucht kann ich ebenfalls nicht riechen, aber diese könnte fĂŒr die SĂŒĂŸe verantwortlich sein. Auch die geröstete Kokosnuss zeigt sich kein StĂŒck.

Es riecht eigentlich nur sĂŒĂŸ, malzig, und nach Noten von Röstmalz und Schokolade/Kaffee.

Geschmack:

Ja, was soll man im Geschmack nun großartig sagen. Den Körper wĂŒrde ich bei medium einsortieren und im Geschmack ebenfalls, es ist in beiden FĂ€llen nicht so arg dĂŒnn, aber halt auch nicht im Bereich voll/stark.

Im Geschmack tritt das Malz vor, dazu kommen Schokolade/Kaffee und röstige Noten, ob die nun von der Kokosnuss stammen? Das möchte ich an dieser Stelle mal anzweifeln. Das Karneval ist ein gute Spur sĂŒĂŸ und wenn ich ehrlich sein muss, auch hier kann ich weder Himbeere noch Passionsfrucht ausmachen. Man kann dem Bier sicherlich eine beerige/fruchtige Note nachsagen, aber die Noten sind doch alle super dĂŒnn. Die sĂ€uerliche Note spielt hier im Mittelteil noch eine Rolle, welche mir sogar ganz gut gefĂ€llt, da es dem Bier bei der SĂŒĂŸe ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt. Ein wenig Bitterkeit ist vorhanden, allerdings sind die 40 IBU schon nicht sonderlich stark und spielen auch deshalb keine gravierende Rolle.

Die beerige/fruchtige Note kann man am besten zum Schluss schmecken, dort wird das Bier auch noch schön trocken. Ich möchte am Ende sogar eine leicht aschige Note finden.

Kurz bevor ich die Review fertig hatte, wollte ich sie eigentlich positiv ausklingen lassen, aber nein, ich bin eigentlich doch relativ enttĂ€uscht von diesem Bier. Auch im Bezug auf den Preis, gibt es deutlich stĂ€rkere Vertreter von anderen Brauereien, wie z. B. dem Ravnodenstvie von Lehe. Man bekommt von den verwendeten Aromen einfach ĂŒberhaupt nichts mit, weshalb dieses Bier auch so langweilig wirkt und im Endeffekt nur SĂŒĂŸe transportiert, die ein wenig von SĂ€ure aufgefangen wird.

Krone:

Bei der Krone bin ich am Anfang fast umgefallen, die prĂ€sentierte sich richtig schön dunkel und in ĂŒppiger Ausfertigung. Leider hielt der Spaß keine 20 Sekunden, danach war sie vollends verschwunden. (Das hat sich gereimt.)

Bewertung auf
ratebeer: 96 Punkte 3.72/5
untappd: 3.95/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂŒbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 3,75 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂŒrde dieses Bier wieder kaufen: Nein


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.