Sudden Death – Skull Crusher Sour IPA (Deutschland/Timmendorf)

Sudden Death – Skull Crusher Sour IPA

Sudden Death – Skull Crusher Sour IPA

Die Crafter stehen mal wieder zum regionalen Craftbeer. DafĂĽr greifen wir bei niemand geringerem als den Jungs von Sudden Death Brewing zu.

Zugegeben, fĂĽr mich stehen die Jungs aktuell ein wenig auf einem absteigenden Ast. FĂĽr mich ist das alles nicht mehr spannend genug im Geschmack, sogar schon leicht 0815/Mainstream, wenn ich es ganz böse beschreiben wollen wĂĽrde. Darf/sollte ich das als Blogger so machen? Ich finde man sollte ehrlich sein, ich bin hier niemandem etwas schuldig und den Braumeistern bin ich auch keine positive Bewertung schuldig. Auf Instagram lautet unser Leitspruch schlieĂźlich ebenfalls „ehrlich, echt, typisch norddeutsch“. Das sollen jetzt keine unangemessene StarallĂĽren oder Ăśberheblichkeit sein, nur möchte ich einfach meine Momentaufnahme verfassen, egal ob positiv oder negativ.

Wie dem auch sei, mit dem Boogie Till You Barf, Thicker Than Blood und der neuen Dr.Yeast und Mr. Haze Auflage, konnte ich mich nicht so recht anfreunden und überzeugt hat mich das auch nicht mehr zu 100%. Eine der neuesten Kreationen möchte ich trotzdem eine neue Chance geben.

Das Skull Crusher gehört nun der brandneuen Sour Attitude Series #1 an und stellt durch die Zugabe vom Hafer außerdem ein NEIPA dar.

Ich hatte heute (21.08.2019) noch ein Gespräch mit dem Craftbeerdealer meines Vertrauens und dieser lobte das Skull Crusher sehr in den Himmel. Seine erste Flasche trank er sehr frisch nach der Abfüllung und er meinte, dass die säuerliche Note da schon verhalten war. Er hatte wohl auch ein Gespräch mit den Jungs aus Timmendorf und die meinten, dass sie es für den deutschen Markt nicht übertreiben wollten mit der Säure. Ich finde so eine Einstellung schade, da es genügend Sauerbiervertreter gibt und viele sich an diesem Stil erfreuen, aber noch habe ich das Bier ja nicht probiert. Meine Meinung ist, dass man einfach mal mutig sein sollte und sich nicht dem deutschen Markt/Publikum anpassen sollte. Seine zweite Flasche trank er 1-2 Wochen später, wo die Säure wohl noch weiter in den Hintergrund geraten sein soll, aber laut seiner Aussage fand er das Bier so genial, dass er Freitag, Samstag und Sonntag eine Flasche davon vertilgte, was er so in dieser Art noch nie praktiziert hätte.

Das ist schon mal ein groĂźes Kompliment fĂĽr ein/das Bier, ich hoffe es packt mich ähnlich…

Infos:
Alkoholgehalt:  8%
IBU: –
Inhalt: 0,330 l

Kcal: 240
Herkunft: Deutschland/Timmendorf

Etikett/Aussehen:

Auf dem Etikett gibt es einen Totenkopf zu sehen, dem durch den säuerlichen Geschmack, cartoonmäßig die Augäpfel austreten. Ansonsten ist der Hintergrund in schwarz gehalten. Skull Crusher Schriftzug in schwarz und umrahmt von tĂĽrkis, dazu noch dem Rand von einem zackigen „POW“.

Hinten wird noch „It’s a sour beer, everyone know the rules“. Wir werden sehen…

Extra Zutaten:

  • Haferflocken
  • Hafermalz
  • MangopĂĽree
  • PapayapĂĽrree

Geruch/Aromen:

Im Geruch ist das Bier schön tropisch fruchtig. Ich würde Ananas und Mango sagen. Es riecht richtig schön frisch, saftig und leicht säuerlich. Der Hopfen kommt auch nicht zu knapp. So erstmal der geruchliche Eindruck.

Geschmack:

Erster Schluck, hmmm lecker, kommt auf jeden Fall an gute alte Sudden Death Zeiten ran.

Der Körper ist für ein IPA bzw. NEIPA wirklich verdammt voll, IPAs sind ja eigentlich für ihre Leichtigkeit bekannt, aber dieses Bier ist schon gut schwer.

Am Gaumen zeichnet sich der Geruch erneut ab. Man bekommt hier massiv Hopfen ans Gaumenzäpfchen. Es ist super fruchtig, saftig, frisch. Die Bitterkeit fährt typisch für ein NEIPA (durch den Hafer) im Hintergrund, trotzdem ist Bitterkeit mit Zestenabrieb vorhanden.

Was beim Bier auffällt ist eine schöne Cremigkeit, was ebenfalls durch die Zugabe vom Hafer erzeugt wird.

Den Geschmack von Ananas und Mango wĂĽrde ich fast beibehalten wollen, nur das sich hier noch saftige Orange dazumogelt. Von der Papaya kann ich jetzt nicht so viel ausmachen.

Der säuerliche Touch ist in diesem Bier schon gut enthalten. Ich finde die säuerliche Note keineswegs zu gering oder weit im Hintergrund. Schon, wenn man das Bier im Mund hat, dann prickelt es, wie wenn man Ahoi Brause isst. Vielleicht nicht ganz so intensiv und man zieht auch das Gesicht nicht so zusammen, aber säuerlich ist dieses Bier ohne Zweifel.

Nach diesem Bier bin ich wieder versöhnlich gestimmt mit Sudden Death. Nein, ohne Witz, hier hat Sudden Death wirklich viel richtig gemacht. Die saure Note hätte für mich noch einen kleinen Ticker mehr vorhanden sein können, dann wäre da wahrscheinlich auch eine perfekte Balance gewesen. Es konnte dem Leitspruch aber nicht ganz mithalten.

Krone:

Schaumbildung am Anfang schön und gut ein Finger breit, bis ein geringer weißer Schaum hinter bleibt.

Bewertung auf
ratebeer: ohne Bewertung
untappd: 4.39/5 Sterne aus knapp 60 Bewertungen

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 4,99 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja


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