Lervig / Stillwater Artisanal – Times 8 (Norwegen / USA)

Lervig x Stillwater Artisanal – Times 8

„It’s Beer O’Clock“… Heute landet endlich mal wieder ein Bier von Lervig im Glas, die haben sich dieses Mal nicht alleine rangesetzt, sondern sich die Jungs von Stillwater aus den USA geschnappt, um eine gigantische Rakete zu zünden.

Die beiden Brauereien haben sich nämlich für ein Imperial Pastry Stout entschieden, was man denke ich auch unter Imperial Milk / Sweetstout verbuchen könnte. Ich erwarte auf jeden Fall einen Zuckerschock (im positiven Sinne) und mit 16% kommt dieses Schwergewicht gewaltig daher.

Zum Brauen hat man noch Schokolade, Kaffee & Vanillezucker hinzugefügt. Außerdem gab man noch natürliche Aromen hinzu, womit ich eigentlich nicht so glücklich bin, aber hier hat man Ahorn, Butterscotch und Kokosnuss verwendet. Warum bin ich mit natürlichen Aromen nicht so glücklich? Da könnt ihr euch auf Wikipedia einfach mal folgenden Beitrag zu durchlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliches_Aroma. Lervig ist und war meines bisherigen Kenntnisstandes nicht auf diesem Omnipollo Film, die sehr häufig mit diesen Aromen arbeiten und deshalb auch nur noch bedingt bei mir im Kurs stehen. Ich finde es einfach schade, eventuell hatte hier auch Stillwater seine Finger im Spiel gehabt, aber von denen hatte ich bisher noch gar kein Bier getrunken (glaube ich).

Infos:
Alkoholgehalt: 16%
IBU: –
Inhalt: 0,33l
Herkunft: Norwegen / USA

Lervig hat mittlerweile sein Sortiment fast gänzlich auf Dosen umgestellt. Ich persönlich habe nichts gegen Dosenbier, da es die deutlich besseren Eigenschaften für Bier hat. Die Dose ist nämlich zu 100% geschlossen, deshalb kann das Bier nicht oxidieren. Außerdem sind Dosen lichtundurchlässig, handlicher und lassen sich besser verstauen und übereinander lagern.

So, was bekommen wir in der Nase kredenzt?

In der Nase findet sich die Kokosnuss, Malz, reichlich süße Schokoladennoten, ich möchte noch Würze und auch den Ahornsirup finden. Die Nase zeigt aber schon eine deutlich hohe Süße, die ich genauso auch erwartet habe.

Im Geschmack geht die Nase mit dem Gaumen Hand in Hand. Man bekommt hier Diabetes in der Dose geliefert, dem einen gefällt es und den anderen halt überhaupt nicht. Für mich ist die Süße noch erträglich, aber es ist schon haarscharf an der Grenze.

Neben der unglaublich heftigen Süße kommt süßes Röstmalz, Zucker, Sirup und die Kokosnuss. Die Schokolade begleitet das Bier mehr als der Kaffee, aber ich würde ihn zum Ende hin einsortieren. Die Ahornnote präsentiert sich eher im Vorder- und Mittelteil.

Den Butterscotch kann ich jetzt nicht so wirklich finden, wenn ich da ganz ehrlich sein soll. Man kann hier sicherlich Karamell finden, aber die Schokolade / Kokosnuss / Süße halten das Zepter in der Hand.

Vom Alkohol findet man tatsächlich gar keine Spur, diesen bemerkt man nur im weiteren Trinkprozess. Der Geschmack ist schön voll und der Körper ist schon eher Sirupartig / schwer / voll. Das Bier rinnt ölig die Kehle herunter.

Das Ende kann entgegen den Erwartungen sogar noch mit einer leichten Bitterkeit auftrumpfen und hier wird es auch nochmal würzig.

Im Großen und Ganzen lässt mich das Times 8, wie schon das Saskatoon Stout nicht ganz zufrieden zurück. Mir gefällt es wesentlich besser, als es beim Saskatoon der Fall war, allerdings hatte ich eventuell doch zu hohe Erwartungen. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist diese derart abartig hohe Bewertung auf untappd. Man könnte erst meinen, es gibt noch nicht so viele Bewertungen, aber diese belaufen sich auf schon fast gut 2000 Stück.

Ich finde das Bier trotzdem auch recht gut, nur nicht in dieser Art und Form, denn da konnte mich Lervig in der Vergangenheit mehr flashen oder überzeugen. Im Geruch hat mir dieses Bier auch besser gefallen.

Das Times 8 ist auf jeden Fall für alle mit einem sweet tooth gedacht und die Süße herrscht über allen Aromen.

Bewertung auf
ratebeer 99 Punkte 3.91/5 Sterne
untappd 4.44 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus Lübeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 6,99 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich würde dieses Bier wieder kaufen: Nein

Begründung:

übertrieben süß und ich hatte mehr erwartet


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