Kuehn Kunz Rosen – Pink Revenge (Deutschland/Mainz)

Kuehn Kunz Rosen - Pink Revenge

Kuehn Kunz Rosen – Pink Revenge

Review: #239 (26.10.2020)

Die #239 soll ein Bier von Kuehn Kunz Rosen darstellen, welches uns freundlicherweise zur VerfĂĽgung gestellt wurde. Vielen lieben Dank dafĂĽr nochmal an Katrin!!!

Mit Kuehn Kunz Rosen habe ich bisher schon eine richtig gute Erfahrung, eine solide, ein okaye und ein weniger gute, wobei selbst die nicht richtig schlecht war. 2018 gab es zu Weihnachten das Schrille Nacht, welches meiner Meinung nach phänomenal gewesen ist. Spiced IPAs finde ich eine sehr interessante Geschichte. Ich hoffe auch sehr, dass es dieses Bier nochmal geben wird. Das Rezept stammte ja nicht von ihnen, von daher kann man KKR fast auch nicht die Credits für dieses Bier geben, trotzdem war das Bier mega und ist bei KKR mit dem Braumeister hergestellt worden, von daher zähle ich das dann doch als ein KKR Bier an. Das Etikett war sowieso ungeschlagen. Die Idee fand ich sehr geil verarbeitet.

Die Macher hinter KKR sind Wendelin Quadt und Hans Wägner, beide hatten zuerst Start Ups gegründet und beide merkten, dass dieser Weg recht steinig ist, also fand man zusammen und gründete gemeinsam eine Brauerei.

Der Name von Kuehn Kunz und Rosen ist dann geschichtsträchtig. Man wurde durch Kunz von der Rosen inspiriert. Selbiger lebte von 1470 – 1519 und er war Berater und Hofnarr am Hof des Kaisers Maximilians I. Dieser brillierte mit viel Wortwitz und Intelligenz. In dieser Zeitspanne wurde auch das RHG (Reinheitsgebot) erstellt. Kunz war am Hofe und auch ĂĽber die Landesgrenze als schillernde Persönlichkeit bekannt, dazu war er auch bereit, neue Wege zu gehen, vor allem vollbrachte er aber anscheinend auch kuehne Taten.

Damit haben wir die Zusammensetzung des Namens auch endlich zusammen. KUEHN KUNZ und ROSEN! Ach ja, seit 2013 gibt es die Brauerei in Mainz.

Das Quadt keine Designs herstellen kann, wurde ihm sehr schnell klar. Also woher nehmen, wenn nicht stehlen? In Mainz lernte er an der Design-Fachhochschule Leonie Flöttmann kenne. Diese machte sich wiederum mit einer Design-Agentur Meisterwerk an das Design von KKR. Ich muss ja sagen, dass mir diese griffigen Papieretiketten von Anfang an gefielen. Auch dass man die Comigfiguren mit Aquarellfarben tunkte, gefiel mir direkt. Das springt einem einfach sofort ins Auge und wer bei den Etiketten ganz genau hinguckt, der wird auch eine zahlreiche Anzahl an kleinen aber feinen Details feststellen. Guckt euch einfach mal das „Kerlig Hell“ an. Da ist nicht nur ein Mann zu sehen, sondern man interpretierte Kunz von den Rosen einfach ins Moderne und genau diese Figur hält einen kleinen Hofnarren in der Hand. Ist doch ziemlich nice oder nicht? Beim „Kuehnes Blondes“ hat die Dame auf der Schulter das Logo von KKR tätowiert, beim Mystique IPA hält die Dame das Logo direkt in der Hand… Ich mag auch die Bleistiftoptik der Protagonisten auf dem Etikett, selbige sind auch nie farbig gestaltet, die farblichen Nuancen kommen im Hintergrund, aber peppen das Etikett ungemein auf.

Das Pink Revenge wird unter Wild Ale gefĂĽhrt und ist ein Sondersud, sollte es also nicht immer geben und vielleicht ja auch nie wieder?

Infos:
Alkoholgehalt: 4,9%
IBU: 10
Inhalt: 0,44 l

kcal: 147 
Herkunft: Mainz

Etikett/Aussehen:

Ein groĂźes P fĂĽr Pink und dazu ein bunter Farbkleks in pink, gelb und grĂĽn. Sieht ein bisschen kĂĽnstlerisch aus.

Zutaten:

  • Zitronen- & Orangenschalen
  • Zitronenmelisse
  • Vanille
  • Hefe
  • Paradieskörnern
  • Hafermalz
  • Hafer- & Weizenflocken
  • Buchweizenmalz
  • Hibiskus- und MalvenblĂĽten

Geruch/Aromen:

Floral/blumig riecht das ganze schon einmal. Fruchtig, aber auch eine gute Portion saure Noten und Hopfen.

Geschmack:

Sehr ungewohnt wird es immer, wenn man fast ausschlieĂźlich Stout trinkt und auf einmal so ein Exot ins Glas kommt. Ich meine IPA schafft es ja hin und wieder auch mal, aber so ein reines Ale, gerade mit 4,9% dann doch eher gar nicht.

Vom Körper erwartet man jetzt kein Schwergewicht und genau das bekommt man auch nicht. Bei meinem Motoröl komme ich sehr selten auf die Kohlensäure zu sprechen, aber hier fällt dieses Prickeln besonders stark auf. Ja, es ist auch spritzig. Der Hafer schafft es trotzdem dem Bier ein wenig mehr Schwere zu verleihen. Ich würde mal zwischen mittel und leicht sagen. Im Geschmack geht es im Hinblick auf die lange Zutatenliste gar nicht so krass zur Sache, aber ich finde den Geschmack schon recht ausgeprägt.

Zur Hefe wird gar kein Wort verloren, aber ich tippe mal auf wilde Hefe, denn das Bier ist gut acid also sprich säuerlich.

Der Anfang ist sehr malzig, also von meinen geliebten Stouts gar nicht so weit entfernt, aber dann wird es sauer und süß und vor allem floral, fruchtig. Dieses Florale springt dann auch sehr schnell direkt in den komplett blumigen Geschmack von Hibiskus über. Die Damen würden dieses Bier sicherlich sehr gerne trinken, vor allem an einem heißen Sommerabend, der gerade ganz gemächlich abkühlt und während man sich die Füße noch auf den leicht wärmenden Platten der Terrasse wärmt, kühlt man den Rest des Körpers mit dieser säuerlich, blumigen, erfrischenden Ale ab.

Die Zitronenmelisse, die Zitronenschalen und die Orangenschalen geben auch noch einen zusätzlichen Geschmack an das Bier ab. Was sie am ehesten aber noch abgeben ist die Bitterkeit, die finde ich für 10 IPA wirklich beeindruckend. Vielleicht ist Bitterkeit aber nicht ganz richtig, es wird herb und floral. Gerade der florale Geschmack macht es ab der Mitte trocken und verstärkt sich zum Ende hin.

Zum Ende hin finde ich den Geschmack vom Hibiskus am kräftigsten. Dazu taucht auch immer wieder Orange, Zitrone und Zitronenmelisse auf. Das Malz schlägt zum Ende hin ordentlich zu und verdrängt diese Aromen dann schlagartig. Generell darf man fast sagen, dass der Geschmack relativ schnell verfliegt, dafür hält sich das Malz eine längere Zeit am Gaumen.

Von der Vanille kann ich beim besten Willen nichts schmecken. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man mit diesem Bier auch die Frauenwelt überzeugen könnte. Es hat durch die hohe Kohlensäure, das fruchtig florale und den säuerlichen Geschmack etwas von einem Sekt Rose.

Krone:

Man erkennt es auf dem Bild, dass dort nicht viel passiert.

Bewertung auf
ratebeer:
untappd: 3.65/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 5,50 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

BegrĂĽndung:

Dosenpreis liegt bei 0 Euro, denn ich habe das Bier zugeschickt bekommen. Ihr solltet die Dose aber bestimmt fĂĽr 5-6 Euro finden.


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