De Molen – Bommen & Granaten Rioja Barrel Aged with Brett (Barley Wine) (Belgien)

De Molen – Bommen & Granaten Rioja Barrel Aged with Brett

Heute ist der 02.08.2019 und wir wagen uns an das Bommen & Granaten Rioja Barrel Aged with Brett. Die normale Variante kenne ich schon. Hier wird das Ganze im spanischen Rotweinfass f├╝r satte 31 Monate, also f├╝r 2 1/2 Jahre im Riojafass gereift. Die letzten 6 Monate gab man Brett (anomyces) hinzu.

Man sagt, dass Brett im Bier verschiedene Assoziationen hervorruft. Es soll den Geruch von Ziegenbock, Pferdedecke oder Bauernhof abbekommen. Bei Brett handelt es sich um wilde Hefe, diese bekommt man z. B. auf der Haut von Fr├╝chten, welche dort leben.

Infos:
Alkoholgehalt:  11,9%
IBU: 30
Inhalt: 0,33 l
Herkunft: Belgien

Etikett/Aussehen:

Wie immer ist das Aussehen sehr schlicht gehalten, nur der Flaschenhals wurde in roten Wachs getaucht.

Zutaten:

  • Brett

Geruch/Aromen:

Der Geruch ist eigen und heftig. Man riecht hier zu 100% die Rotweinnote – da ich nun kein Weintrinker bin, k├Ânnte ich nur Rotwein bestimmen, aber nicht Rioja. Auch so ein Mix aus Pferdedecke/Bauernhof/Ziegenbock l├Ąsst sich irgendwie nicht leugnen, man kann diesen Geruch einfach nicht beschreiben, man muss es einfach mal selbst gerochen haben. Was man aber sagen kann, ist dass dieser Geruch ein Alleinstellungsmerkmal besitzt.┬á Ansonsten riecht man noch ├╝berreife rote Fr├╝chte, wie z. B. Rosinen, Pflaumen, die schon leicht vergoren sind. Karamell m├Âchte ich noch riechen, ansonsten ist der Rotwein weit im Vordergrund.

Geschmack:

Meine Flasche wurde am 16.11.2017 abgef├╝llt. Ich kann also nun jetzt nur den Geschmack dieser Vintageflasche beschreiben, ich denke frisch wird dieses Bier wesentlich wilder daherkommen. Ich f├╝r meinen Teil erwarte hier eine runde Geschichte. Generell gilt, dass man Biere mit Brett sch├Ân lange lagert, da die Hefe das Geschmacksprofil mit weiterer Lagerung immer weiter ver├Ąndert.

Mit der Lagerung erh├Ąlt man also immer ein v├Âllig unterschiedliches Bier (eigentlich h├Ątte ich noch eine Flasche kaufen sollen und diese noch 2 Jahre lagern sollen).

Fangen wir zun├Ąchst beim Mundgef├╝hl/K├Ârper an. Der K├Ârper zeigt sich schwer und auch im Geschmack ist dies der Fall. Man merkt hier schon deutlich den Rotwein, der seine Spuren hinterlassen hat.

Im Geschmack pr├Ąsentiert sich dieser Gerstenwein dann schon ein wenig typisch. Das Grundkonstrukt wird durch viel Malz gebildet. Auf der Zunge selbst entwickelt sich allerdings ein s├Ąuerliches Gef├╝hl, welches von der wilden Hefe stammen wird. S├╝├č ist dieser Barley Wine dann auch, nachdem er den s├Ąuerlichen Teil ├╝berstanden hat. Ja, auch ordentlich w├╝rzig wird es. Das Fass gibt hier viel an das Bier ab. Es steht hier komplett im Fokus, bringt eine leichte Bitterkeit, Holznoten und die tollen, fruchtigen Rotweinaromen mit Pflaume und Rosine.

Ich w├╝rde dieses Bier im Geschmack nicht als komplex ansehen wollen, aber der Geschmack kann ├╝berzeugen. Obwohl man wirklich sagen muss, dass dieser sich nicht so extrem lange halten kann, da er nur wenige Sekunden bestehen bleibt, bis das Ende trocken und mit Malz und noch ein wenig Bitterkeit hinterbleibt. Der Geschmack spielt sich auf ca. 4 Sekunden ab. So ein Erlebnis hatte ich letztens mit dem Saskatoon Stout von Lervig, allerdings verschwand der Geschmack dort noch deutlich schneller – hier hinterbleibt auch noch ein Nachgeschmack.

F├╝r mich ist dieses Bier insgesamt ziemlich gelungen und genau das, was ich erwartet habe. Ein relativ ausbalancierter Geschmack, mit viel Rotwein und einem s├Ąuerlichen Touch. Man kann diesem Bier anmerken, dass es h├Âchstwahrscheinlich wilder war, aber ├╝ber die Zeit runder geworden ist, jedoch immer noch Ecken und Kanten hat.

Krone:

Die Krone war schon beim Eingie├čen fast ├╝berhaupt nicht vorhanden und verschwand schon w├Ąhrend des Eingie├čens.

Bewertung auf
ratebeer: 100 Punkte 3.99/5
untappd: 4.16-4.19/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus L├╝beck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne gro├čen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 5,50 ÔéČ

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich w├╝rde dieses Bier wieder kaufen: Nein


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