Amundsen – Mami Wata (Norwegen)

Amundsen - Mami Wata

Amundsen – Mami Wata

Review: #223 (05.09.2020)

Der Tatort: mein K├╝hlschrank.

Samstag, 05.09.2020, circa 20 Uhr, es ist kalt und tr├╝b. Wieder soll eine unschuldige Dose gekillt werden. JA, von mir! Und ich werde mich f├╝r diese Tat nicht sch├Ąmen, sondern es wird mit vollem Genuss und ohne Reue vollzogen!!!

Mami Wata hei├čt mein heutiges Opfer.

Auf diesen exotischen Namen h├Ârt das Bier aus dem Hause Amundsen. Wer sich noch gar nicht mit Amundsen aus Oslo besch├Ąftigt hat, der kann das auf folgendem Link gerne nachholen.

Exotisch ist nicht nur der Name, sondern auch das Bier, was ich heute vorstellen werde. Generell werde ich einen Bierstil vorstellen, den es hier selten bis nie gibt oder geben wird, aber bleibt dort in der Zukunft gespannt… Ich werde euch ein Triple Fruited Monster Pastry Sour Ale vorstellen, gespickt und vollgepackt mit Himbeeren, Blaubeeren, Mango, Passionsfrucht und Marshmallows. Oder abgek├╝rzt ein Sour Ale.

Infos:
Alkoholgehalt: 9%
IBU: –
Inhalt: 0,440 l

kcal: 270
Herkunft: Norwegen

Etikett/Aussehen:

Bunt, quietschig… Amundsen? Vielleicht, bisher war jedes ihrer Etiketten f├╝r mich bunt. Mami Wata ist direkt auf der Front zu sehen, Schlangen, abstrakte Monster. Irgendwie schielt mich Mami Wata an, auf ihrem Kopf hocken weitere Tierchen… Ich f├╝hle mich zumindest beim Blick unweigerlich an das Dschungelbuch und die Schlange Kaa┬áerinnert. Ganz unten und in der Mitte prangt das Amundsen Logo, links daneben steht der Biername und rechts davon der Typ mit dem dazugeh├Ârigen Inhalt. Schlecht ist es nicht, aber vollkommen spricht mich das auch nicht an.

Zutaten:

Aromen von:

  • Himbeere
  • Blaubeere
  • Mango
  • Passionsfrucht
  • Marshmallows

Geruch/Aromen:

Ja, der Geruch ist ein Mix aus angewidert und verzaubert. Es riecht sauer, vor allem aber sektartig und ich kann Sekt nicht ausstehen, aber dann wird es fruchtig, sehr fruchtig und das riecht dann wiederum lecker. Ich kann nicht sagen, ob der Fruchtmix nat├╝rlich oder doch eher k├╝nstlich riecht, aber es riecht lecker. Wobei Moment mal… Ich… Ist das… Neee… Ist das Cuja Mara Split? Mit Himbeere vermischt? Also ich finde schon, denn die Laktose bringt Vanille ins Spiel. Verr├╝ckter Geruch erstmal.

Geschmack:

Eine krasse Farbe im Glas.

H├Ąufig beschreibe ich meinen ersten Schluck gerne mal als ern├╝chternd und bin am Ende doch ├╝berzeugt oder verzaubert. Hier kann ich sofort klarstellen, dass es bei diesem Bier nicht passieren wird. Liegt das daran das meine Erfahrung mit Sour Ales eher gering ist oder mein Fokus auf dunklem Bier liegt? Ich denke nicht. In der Nase liegt einfach dieser Cocktailgeruch oder nee… Wartet… Der Geruch und Geschmack erinnert mich an ein unangenehmes Getr├Ąnk. Ich schrieb ja von einem sektartigen Geruch und auf einmal f├Ąllt es mir wie Schuppen von den Augen…

Das Zeug hier (ich wei├č nicht, ob es der Geschmack war) werden vermutlich die wenigsten von euch kennen, aber es ist das Ges├Âff – man war jung, arm und dumm… Bahhh man… Es f├Ąllt mir ab diesem Zeitpunkt schwer, objektiv zu bleiben. Vielleicht besitzt es nicht haargenau den gleichen ekelhaften fiesen Geschmack, aber dieser sektartige Charakter unterst├╝tzt das Gef├╝hl.

Einziger Pluspunkt an dieser Stelle ist, dass man die fruchtigen Komponenten zum Teil ausmachen kann. Kommen wir aber erstmal zum K├Ârper, der ist schon im Bereich medium, dazu noch prickelnd (wie Sekt halt schmeckt), cremig, Eiscreme, ich bleibe hier beim positiven Cura Maja Split. Das ist quasi auch mein einziger Strohhalm an den ich mich klammern mag. Die Lactose bringt eine unglaubliche Vanillenote in das Bier mit ein. Ansonsten schmeckt das Bier sehr beerig (Himbeere, von der Blaubeere finde ich geschmacklich nichts), wer h├Ątte es auch gedacht… Dazu kommt schon von Anfang an ein s├Ąuerlicher Geschmack, aber das ├╝berrascht bei einem Sour Ale nicht. Diese S├Ąure erinnert an Rhabarber und gleichzeitig an eine Schorle. Insgesamt ist das Bier recht s├╝├č, wodurch die S├Ąure ausgeglichen wird.

Ich habe das noch nie gemacht, aber an dieser Stelle werde ich die Review abbrechen. Tats├Ąchlich w├╝rde ich das Bier fast am liebsten in den Ausguss jagen. Somit h├Ątte also die Dose eher mich heute gekillt, als ich es mit ihr vorhatte und das vermeintliche Opfer wurde zum T├Ąter. Ich werde das Bier noch irgendwie herunterst├╝rzen, denn mit 6,29 Euro wird einem die Dose nicht geschenkt.

Dieses Experiment ging f├╝r mich pers├Ânlich in die Hose, aber ich verspreche euch wage in naher Zukunft einen erneuten Versuch.

Krone:

Ein herrlicher himbeerfarbener Schaum pr├Ąsentiert sich, aber verschwindet leider im Nu.

Bewertung auf
ratebeer:
untappd: 4.07/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus L├╝beck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne gro├čen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 6,29 ÔéČ

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich w├╝rde dieses Bier wieder kaufen: Nein

Begr├╝ndung:

NOPE NOPE NOPE HELL NOOO


Empfiehl uns gerne weiter!

2 Kommentare zu „Amundsen – Mami Wata (Norwegen)

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