Jackie O’s Pub & Brewery – Bourbon Barrel Dark Apparition 2020 (USA)

Jackie O’s Pub & Brewery - Bourbon Barrel Dark Apparition 2020

Jackie O’s Pub & Brewery – Bourbon Barrel Dark Apparition 2020

Review: #222 (29.08.2020)

Zur Orientierung führe ich euch erneut auf den ersten und älteren Beitrag zurück. Was hat sich nun in einem Jahr getan? Eigentlich nichts, außer, dass man den Alkoholgehalt auf 12,8% angehoben hat, von daher werden wir gleich weiterspringen.

Infos:
Alkoholgehalt: 12,8 %
IBU: –
Inhalt: 0,375 l

Kcal: 315
Herkunft: USA

Etikett/Aussehen:

Schwarzer Hintergrund, Jackie O’s in weiĂź und goldumrandet oben, mit dem Fasslogo. Dark Apparition bedeutet in der Ăśbersetzung dunkle Gestalt und diese soll auf dem Etikett abgebildet werden, hier ist sie sogar vergoldet. Bourbon Barrel steht in einem Bogen und darunter Dark Apparition, jeweils auch in weiĂźer Schrift. Die Schriftart erinnert mich irgendwie an eine Piratenschrift. Hmmmm, mir taugt es nicht, aber es ist dafĂĽr an den Titel des Bieres angelehnt und hat immerhin einen Bezug. Was ich hingegen cool finde, ist, dass man auf der RĂĽckseite den Bundesstaat als Umriss abbildet und den Jahrgang des Bieres festhält. Die Flaschenform gefällt mir auch richtig richtig gut, der Flaschendeckel hat auch das Fass aus dem Logo abgebildet, dazu erhält man bei 0,375 Liter auch eine kleine Zugabe.

Zutaten:

Geruch/Aromen:

Im Geruch riecht es exakt wie das 2019, welches ich im Januar getrunken habe, von daher zitiere ich mich mal selbst:

„Nase taugt schon mal. Es kommt der sĂĽĂźliche Duft von Molasse in die Nase, dazu wird es malzig. Das Malz bringt auch eine SĂĽĂźe mit, aber auch geröstete Noten. Ansonsten ist noch eine gute Spur vom Bourbon vorzufinden und Schokolade. Vom Fass bekommt man hier schon einiges an Holzaromen und WĂĽrze geboten. Da lässt sich auch der Geruch von Lakritz finden. Ein leicht fruchtiges Aroma möchte ich erkennen, was zugleich auch einen säuerlichen Touch besitzt. Trotz dass man die Aromen so gut zerlegen kann, finde ich sie zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht super stark. Da hatte ich einfach Biere im Glas, die deutlich kräftiger waren. Den Geruch lasse ich mir so aber erstmal mehr als gefallen.“

Geschmack:

Was soll man da groß sagen/schreiben? Geiles Bier, gefällt mir genauso gut, wie es im Januar der Fall gewesen ist. Wobei vielleicht ist es sogar ganz minimal besser.

Eine Sache, die mir auffällt, ist, dass der Körper voller wirkt. Natürlich zerrt der Alkohol und das Bourbonfass am Körper, aber heute würde ich es als voll beschreiben. Vielleicht bringen die 1,3% etwas. Beim Geschmack werden weiterhin keine halben Sachen gemacht, es bleibt voll und kräftig und was auch bleibt, ist der pure Geschmack durch die diversen Malzsorten.

Das springt für mich auch schon in so einen Roggengeschmack über, auf jeden Fall ein Bier welches in dieser Intensität mit dem Malz meiner Meinung einzigartig ist. Zumindest hatte ich von diesem Kaliber nicht allzu viele im Glas. Respekt dafür an dieser Stelle. Im Kopf klingeln aber die 18,95 Euro die für dieses Bier abgerufen werden und schon bekommt jeder Schluck einen faden Beigeschmack, gegen den ich mich so nicht wehren kann, aber fuck oh man, es ist für mich jeden Cent wert.

Ansonsten kann man das Bier haargenau gleich beschreiben.

Was ich noch nicht erwähnt habe, ist, dass dieses Bier ölig ist, aber das ist ja fast jedes Stout. Das Dark Apparition startet mit viel Malz und einer tollen Restsüße. Geröstetes Malz ist vertreten und auch diese kräutrige Note ist wieder dabei. Dieser süße Geschmack könnte auch brauner Zucker in verbrannt darstellen. Ich weiß gar nicht, ob mir das beim ersten Mal aufgefallen ist, aber da steckt schon ein bissiger, verbrannter Geschmack im Bier mit, finde ich jedoch nicht negativ auffallend. Woran man unweigerlich bei Malz, Verbranntem etc. denkt, ist das Karamell, aber eigentlich kommt man sich schon doof vor, wenn man immer wieder Karamell im Geschmack beschreiben möchte.

Immer wenn ich mich mit Leuten z. B. ĂĽber IPAs unterhalte sage ich denen, dass die ja irgendwie alle auf ihre Art und Weise gleich schmecken (was sie selbstverständlich nicht sind), aber wenn mir jemand kontra gibt und das von einem Stout hält, kann ich so erstmal auch nur bedingt dagegen anstinken. Die Adjuncts bringen den größten Unterschied ins Spiel, aber ein Stout lässt sich schon in schwer, dunkel, malzig, Schokolade/Kaffee, Karamell, sĂĽĂź eingruppieren. Ich schweife ab…

Im Mittelteil gibt es Bourbon, mit Vanille und Fass satt, Schokolade, Kaffee, wobei die Schokolade ĂĽberragend vorhanden ist. Die Schokolade oder auch der Kaffee bringen bittere Töne zur Balance der SĂĽĂźe. Ausbalanciert? Jain… Hier muss man jedoch dem Ende vorgreifen, denn dort möchte die Bitterkeit im Fotofinish gewinnen. Der einzige Twist geschieht durch diesen herbalen Geschmack. Ich kann und werde mich aber auch erneut zitieren, denn dieser Block passt einfach zu 100%:

„Nun wuseln ja nicht nur diese Noten da herum, sondern es bleibt die gesamte Zeit dieser bittersĂĽĂźe und kräutrige Geschmack bestehen. Dazu schleicht sich dann der Geschmack von Karamell kurz hinein. Am präsentesten ist die Schokolade mit Bourbon, der Alkohol möchte sich hier nicht wirklich verstecken, aber fällt auch nicht negativ ins Gewicht. Er ist einfach da und schwimmt mit. In der Nase hatte ich Lakritz und die kann ich hier auch finden, welches sogar salzig daherkommt, diese Note kann sich aber nicht lange halten. DafĂĽr taucht dann der fruchtige Geschmack von roten FrĂĽchten auf (Rosine), welcher sich mit Holznoten, vor allem wĂĽrzigen Noten, Bitterkeit/Tanninen und den Kräutern versucht zu arrangieren. Ich sage versucht, denn dieser herbale Touch sticht immer wieder hervor und auch hier ist das ĂĽberhaupt kein StĂĽck schlecht. Zu den IBU wurde keine Angabe gemacht, aber die Bitterkeit ist sehr stark ausgeprägt, welche von den Tanninen des Fasses verstärkt wurden.

Mit jedem Schluck schwappen erneut die verschiedenen Layer an und am Ende lässt das Bourbonfass unser Bier wieder trocken zurĂĽck. Der Nachgeschmack bleibt auch länger bestehen und hallt lange nach.“

Da gibt auch nichts dran zu rütteln, warum soll ich mir da die Mühe machen, es neu zu verpacken, wenn ich es nicht besser oder anders ausdrücken könnte? Verzeiht mir das rumkopiere an dieser Stelle, aber es passt einfach zu gut.

Einen Punkt, den ich hingegen vergessen habe oder der mir heute eher auffällt/ins Auge sticht, ist eine leicht rauchige Note. Das lasse ich einfach mal so im Raum stehen, ohne näher darauf einzugehen.

Nun hatte ich anfangs behauptet, das mir dieses Bier sogar eventuell besser schmecken wĂĽrde? Warum? Das Bier kommt mir noch eine Spur dichter und voller vor.

Wenn ich schon herumkopiere, dann kann ich mir ja auch wieder die Frage stellen: „Ist dieses Bier 18,95 Euro wert?“ PUHHHHH… Moment mal, ich hatte ja schon jeden Cent wert geschrieben… OK, ja es ist mir das Geld wert, aber ich wĂĽrde auch gerne nur 15 Euro oder sogar noch weniger dafĂĽr bezahlen 🙂

Krone:

Das typisch kurze Gastspiel, bevor der Alkohol den Schaum zernagt.

Battle Of The Week (Bourbon Barrel Dark Apparition vs Hagger Blend):

Eine ganz schwierige Kiste, aber ich denke ich gehe mit dem Dark Apparition.

Bewertung auf
ratebeer: –
untappd: 4.34/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 18,95 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

BegrĂĽndung:

leider ja, aber gerne auch fĂĽr unter 15 Euro.


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