To Ol – Yule Mælk Bourbon Barrel Aged (2020)

To Ol – Yule Mælk Bourbon Barrel Aged (2020)

Review: #251 (13.12.2020)

Na ihr Schnappsleichen? 🙂 Habt ihr Bock auf eine Review zum Thema Alkohol / Bier? Ein großer Teil wahrscheinlich nicht, oder? Kann ich mir denken, aber ich habe sie schon bereits am 13.12. geschrieben, von daher kann ich mir das jetzt nur zukunftsmäßig vorstellen.

Einen Tag nach meinem Trinkgelage bei Julian, kehre ich mit Review 251 zu To Ol und auch der Yule Maelk Serie zurück. Ganz verstehe ich nicht, warum man es mit J und Y geschrieben hat. Ich ging sogar der Annahme, dass meine erste Flasche mit J geschrieben wurde, ich habe das Etikett aber für meine Wand aufbewahrt und dort ist auch ein Y zu sehen, aber man findet das Bier definitiv auch mit einem J. To Ol möchte dem Weihnachtsmann erneut eins überbraten und ihn mit einem 16,3% starken Bier umhauen. Einen Hauch weniger also, als es beim Yule Maelk Rhum war, denn das hatte 17,1%. Dieses Mal aber ohne Rum im Flachmann, dafür wurde das Bier in Bourbon gestoßen. Hier scheint es also eine reine und richtige Fassreifung gegeben zu haben, aber ganz ehrlich, ich war ja zum ersten Mal von Holzchips begeistert die im R(h)um getränkt wurden.

Mehr gibt es da auch nicht zu erzählen. Wir skippen weiter… Ach ein Milk Stout ist es.

Infos:
Alkoholgehalt: 16,3%
IBU: –
Inhalt: 0,375 l

kcal: 450
Herkunft: Dänemark

Etikett/Aussehen:

s. Review zuvor

Zutaten:

  • Lactose

Geruch/Aromen:

Okaaaay. Die Flasche wird geöffnet, ich halte meinen Riechkolben hinein und werde fast vom Bourbongeruch erschlagen. Das geht auf alle Fälle schon mal richtig gut los. Da kommt süßer Weihnachtsgruß aus der Küche angeflogen. Es riecht super süß, dazu ein Mix aus Zartbitterschokolade, Kaffee und Malz. Verziert wird dies mit einer Bourbonnote, die viel Vanille parat hält. Der Geruch ist auch sehr kräftig und stark. Kennt man ja so auch nicht immer, aber bei 16,3% erwartet man dies schon förmlich.

Geschmack:

Soll ich Yule oder halt Jule Maelk schreiben? Ich weiĂź es nicht, ich hatte ja nun auch mit dieser Flasche erst zwei StĂĽck und mit To Ol war ich auch immer eher im Zwiespalt, als gnadenlos begeistert, aber mit dieser Reihe hier ĂĽberzeugen sie mich zu 100%. Da wĂĽrde ich soweit gehen und sagen ich kaufe blind alles von To Ol. Bei den Y/Jule Maelk Bieren machen sie alles richtig.

Was sich in der Nase andeutete, erhält man auch im Körper und Geschmack. Das Ding ist ein Dampfhammer durch und durch und das Rhum war noch heftiger. Ein dicker, voller, cremiger, schwerer, öliger, sirupartiger Körper. Ich schlage noch die Phrase: „Schwer wie ein Rotwein“. Im Geschmack bekommt man auch das volle Programm.

Schon der erste Schluck wird zuckrig süß, Melasse, brauner Zucker, dazu eben ganz normal geröstetes Malz, Restsüße vom Malz und die Lactose verstärkt das Gesamtpaket. Also zum Rhum Bier lassen sich schon viele Parallelen ziehen. Ich finde ja erneut das auch das BA Bourbon Yule Maelk von der Anzahl an verschiedenen Geschmäckern nicht großartig viel anbietet, aber es bietet eben sehr viel an Geschmack an, da es so intensiv mit den paar Aromen am Gaumen kollidiert.

„Schatz ruf mal die Feuerwehr, mein Gaumen steht in (Geschmacks)Flammen“. Ebenfalls ist hier diese krasse, zuckrige SĂĽĂźe dabei. Es ist ein Sipper durch und durch, generell hat man fast Angst mit dem Mund am Glas kleben zu bleiben. Man könnte fast meinen man mĂĽsste dieses Bier mit einem Messer schneiden, weil es so zäh und dick ist. Oder wie es die Weintrinker es formulieren wĂĽrden: „Viskos“. Was fĂĽr eine Aprikose? Egal…Dazu muss man auch nochmal feststellen das man hier einen richtigen Sipper ins Glas bekommt. Bei dieser Flasche könnt ihr bedenkenlos 1,5 – 2 Stunden einplanen, gerade da man eine kleine Zugabe erhält und eine Flasche mit 0,375 l Inhalt zur VerfĂĽgung gestellt bekommt. Oder ihr teilt sie (wer zu schwach von euch ist *hehe*)…

Dann springe ich schon zum Mittelteil über und dort wird es schön malzig, auch auf der gerösteten Seite und dann geht Kaffee und Zartbitterschokolade Hand in Hand. Dazu finde ich das man im Bier auch eine fruchtige Note findet und die sortiere ich wie so häufig in die Kiste der Rosine ein. Die Süße und der Mix aus Kaffee und Schokolade stehen hier noch im Vordergrund, bis sich dann das Bourbonfass zu Wort meldet und mit Fassaromen, Bitterkeit durch die Tannine, holzigem Geschmack, aber auch mit viel Bourbon aufwartet.

Wo der süßliche Geschmack ist, ist auch die Assoziation von Karamell nicht weit entfernt. Auch hier kann man fast einzelne Holzfasern auf der Zunge spüren. Ja, hier gibt es Vanille zu schmecken, die sich mit dem Geschmack von Rosine vermählt. Das ist schon großes Kino meiner Meinung nach. Ein richtiges Gaumenspektakel was man geboten bekommt.

Der Alkohol macht es einem hingegen recht schwer. Durch diesen grundsätzlich kräftig süßen Geschmack finde ich den Alkohol auf der einen Seite gut eingebunden, aber man spürt auch ein leichtes Brennen am Gaumen. Insgesamt ist der Geschmack so intensiv das er gefühlt Minuten später noch im Mund zu schmecken ist, auf jeden Fall hält dieser lange an.

Was die Balance von allen Aromen her angeht, finde ich das BA Bourbon ein wenig runder, als es schlussendlich beim BA Rhum ist. Die Kanten sind hier zwar vorhanden, aber es geht weitaus runder zur Sache, trotzdem ist es nicht zu 100% ausbalanciert. Langweilig geht anders und dieses Bier besitzt noch ein paar Dornen.

Das Ende bleibt wie gesagt lange vorhanden. Ich finde das der Start sehr süß beginnt, dann durch das Fass und Bitterkeit im Mittelteil gebändigt wird, nur um am Ende wieder auszubrechen und die Oberhand behält. Die typische Würze kann ich dem Bier noch zusprechen, dafür empfinde ich es dieses Mal relativ wenig trocken am Ende. Da hatte ich durchaus trockene Kandidaten mit BA Bourbon im Kelch und das gefällt mir ja auch nicht immer. Hier bin ich darüber froh das es nicht trocken wird. Allenfalls brennt der Alkohol leicht nach und lässt das Bier minimal leichter wirken.

Das nun das BA Rhum so viel „schlechter“ abschneidet auf untappd kann ich nur der noch stärkeren Intensität zuschreiben und das es eventuell mehr Bourbonliebhaber gibt. Geht es um die reine Kräftigkeit und Co. wĂĽrde ich das BA Rhum vorne sehen. Geht es darum welches von beiden runder und ausbalancierter ist, dann wĂĽrde ich dem BA Bourbon den Zuschlag geben.

Fazit: Tolles Bier! Ich habe fertig! *Trappatoni Voice*

Wir wĂĽnschen euch einen guten Start ins neue Jahr!

Krone:

Da gab es zumindest bei der Rhum Variante schon mehr zu sehen und das fand ich bei 17,1% super erstaunlich. Hier erhält man das gewohnte Bild, am Anfang nur spärlich zugegen und hält sich maximal am Rand.

Bewertung auf
ratebeer: auf ratebeer lässt sich nur eine ältere Version finden
untappd: 4.4/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 12,25 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

BegrĂĽndung:

4.3-4.4 die Range kann man schon größer halten, wobei ich mich wahrscheinlich eher auf ~4.35 eingrooven würde.


Empfiehl uns gerne weiter!

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