To Ol – My Honningkage Is Bigger Than Yours BA Reserve Edition 2020 (DĂ€nemark)

To Ol – My Honningkage Is Bigger Than Yours BA Reserve Edition 2020

Review: #294 (03.12.2021)

Loooooooooooooooooooooooooooooong time no see!!!!! Ein verspĂ€tetes frohes neues Jahr wĂŒnschen wir euch auch noch. Macht man nicht mehr (nur bis ca. Mitte Januar?)? Egal, wir sprechen diesen Gruß trotzdem aus.

Jetzt mag ich Euch aber doch mal wieder mit neuen Reviews / PĂŒllekens versorgen. Ja, die gute alte Unlust hat sich bei mir massiv breitgemacht. Obwohl ich im Prinzip „nur“ zwei Biere am Wochenende vorgestellt habe, hat sich irgendwann der Punkt eingeschlichen, wo ich zuerst meine Kandidaten von Freitag auf Samstag verschoben habe, weil ich das Bier nicht vorbereitet habe, weil es zu spĂ€t war oder oder oder. Auf jeden Fall ging es soweit das ich zum Teil schon keine Lust mehr auf die Biere hatte. Dies war fĂŒr mich das Signal das ich mit den Vorstellungen runterfahre und einfach nur genieße. An diesem Punkt hat sich im Endeffekt fast nichts verĂ€ndert.

Es ist genau 19:56 Uhr, ich habe nichts vorbereitet, meine Pulle wartet auf mich, aber ich habe Bock eine Review in die Tasten zu klimpern. Hier gibt es nicht nur minimale Infos zu To Øl, sondern einen Einblick in das Honningkage BA Bourbon, welches mir vorzĂŒglich geschmeckt hat. Zeitlich wollte ich das BA Reserve sogar noch weiter in Richtung von Weihnachten nach hinten verschieben. Draußen ist aber 1°, welche mit einem Schneeregen Mix unterstrichen werden. Was könnte dazu also besser passen, als ein „Spiced“ / „Weihnachtsbier“ was in Form eines Barley Wine’s den Körper von innen aufwĂ€rmt.

Im direkten Vergleich hat das Reserve stolze 16,7% (was fast 3% mehr sind) und Cognac & Bourbonfassreifung.

Infos:
Alkoholgehalt: 16,7%
IBU: –
Inhalt: 0,375 l

kcal: 501
Herkunft: DĂ€nemark

 

Zutaten:

Zimt, Kardamom, Muskat, LebkuchengewĂŒrz, Ingwer

Geruch/Aromen:

Dicker, fetter, intensiver Geruch! Der sĂŒĂŸliche Geruch von Malz, Melasse, Sirup, braunem Zucker kann man nicht ĂŒberriechen. Was der Cognac straight up abwirft, ist eine Palette an roten FrĂŒchten. Rosine, Pflaume, Feigen, Datteln, Port und Sherry. Vermischen tut sich die Masse mit GewĂŒrzen. Da leistet die Zutatenliste volle Leistung. Der Fasscharakter ist deutlich vorhanden, ich weiß jetzt nicht, ob ich den Bourbon großartig erkennen kann oder ob ich nicht doch am Ende in der Nase habe. So ein Touch von Vanille / Bourbon ist da…Erneut möchte ich Honig im Geruch riechen und die Kokosnuss gibt es dieses Mal einen Tick deutlicher. Der Zimt und der Ingwer zĂŒndeln an die NasenflĂŒgeln.

Von der Nase her gefÀllt mir das wieder richtig gut.

Geschmack/Aussehen:

Hui, 501 kcal auf eine Flasche gesehen ist recht hoch. Das nĂ€hrt in mir immer sofort den Gedanken an viel SĂŒĂŸe und genau das ist auch der Fall, jedoch gleich vorweg, es gefĂ€llt mir.

Eine Krone gab es leider nicht, erwarte ich bei 16,7% dann gar nicht erst.

Der erste Schluck zeigt nicht nur viel SĂŒĂŸe, sondern einen vollen, krĂ€ftigen und intensiven Geschmack. So mag ich meine Biere, wenn sie schön fordernd sind und man sich fĂŒr die Geschmacksvielfalt Zeit nehmen muss. Da passiert wirklich ein Haufen am Gaumen. Den Weincharakter hat es ebenfalls im Körper. Es kommt schwerfĂ€llig und voll daher, dazu ist es cremig.

Wie schon in meiner Review zum BA Bourbon kann man den Geschmack nicht vollends aufsplitten. Es passiert viel, aber alles zur gleichen Zeit und nicht erfassbar. Die Gesamtkombination ĂŒberrollt und beeindruckt einen. In der anderen Beschreibung nannte ich direkt den Alkohol, mit dieser Flasche wĂŒrde ich es anders umschreiben wollen. Der erneut „erhöhte“ Alkoholgehalt ist sicherlich zu spĂŒren (boozy), jedoch wĂŒrde ich dem Zimt und dem Ingwer dieses zusĂ€tzlich leichte „Feuer“ zuschreiben wollen.

Ich kann mich sogar selbst zitieren: „Eine Note, die sich mit der Zeit bemerkbarer macht und herauskristallisiert, ist der Ingwer, denn dieser hinterlĂ€sst eine ganz zarte SchĂ€rfe. Der Zimt wird da vielleicht auch noch seine Finger mit im Spiel haben, aber seinen grĂ¶ĂŸten Job erledigt dieser bei der Trockenheit mit dem Bourbon zusammen. Mit der Muskatnuss und dem Kardamom tue ich mich dann geschmacklich schwer, ich wĂŒrde hier sagen, dass sie das Gesamtergebnis beeinflussen und abrunden.“

Was man schon an dieser Stelle erwÀhnen darf ist, dass es sich um einen Sipper par excellence handelt, der einen krÀftig von innen wÀrmt, was bei diesen Temperaturen gerade recht kommt.

Den stĂ€rksten Geschmack bildet Malz, SĂŒĂŸe, GewĂŒrze mit roten TrockenfrĂŒchten und dazu der Fassgeschmack. Erneut geht der Gedanke an den Honig nicht verloren. Der sĂŒĂŸliche Part ist und bleibt massiv, noch eher ist es die Richtung Melassesirup. Nun kam das Fass bisher fast zu knapp, aber an Fass mangelt es ĂŒberhaupt nicht. Die Tannine hinterlassen eine leichte Bitterkeit, welche die SĂŒĂŸe nur gering auffĂ€ngt. Der fruchtige Geschmack hinterlĂ€sst eine leichte SĂ€ure.

Der Nachgeschmack kann sich lange halten. Alkohol wird wie beschrieben durch den Ingwer und Zimt unterstĂŒtzt / verstĂ€rkt, aber es passt recht gut in den Geschmack hinein. Cognac und Bourbonfass ergĂ€nzen sich sehr gut miteinander, gefĂ€llt mir insgesamt sehr gut die Kombo.

Was sich nicht abstreiten lÀsst ist, dass es zum Ende hin mal wieder trocken wird, aber das fÀllt einem wirklich erst sehr spÀt auf. Dann legt sich so langsam ein Pelz auf die Zunge und es klingt mit allen bereits beschriebenen Aromen aus.

„Insgesamt ist das Bier schon sehr gut mit WĂŒrze und GewĂŒrzen ausgestattet. Auch die Betitelung, dass dieses Bier relativ ausbalanciert ist, darf es sich gefallen lassen, aber ein paar Ecken und Kanten besitzt es allemal. FĂŒr mich echt ein tolles Bier, was schon gut komplex um die Ecke gesteppt kommt, welches krĂ€ftige Aromen besitzt und zu ĂŒberzeugen weiß. In Anbetracht des Preises wirklich nicht zu verachten, es gefĂ€llt mir Ă€ußerst gut.“

Möchte ich so unterschreiben. Ehrlicherweise verstehe ich gar nicht, warum dieses Release / diese Variante keine 4.3 auf untappd besitzt. Meiner Meinung nach ist es sogar ein StĂŒck weit besser, als das Honningkage BA Bourbon. Na gut, bleibt am Ende eben Geschmackssache.

Bewertung auf
ratebeer: 99 Punkte 3.95/5 Sterne
untappd: 4.25/5 Sterne

mein Score: 4.35


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂŒbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 1245,00 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂŒrde dieses Bier wieder kaufen: Ja


Empfiehl uns gerne weiter!

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