The Bruery – So Happens It’s Tuesday (2019) (USA)

The Bruery - So Happens It's Tuesday (2019)

The Bruery – So Happens It’s Tuesday (2019)

Zu The Bruery habe ich nicht mehr allzu viel zu sagen, da ich erst letzte Woche meine 2 Cents zu verfasst. Allerdings stellt das So Happens It’s Tuesday eine Flasche/Dose dar, die ich unbedingt getrunken haben möchte/wollte und so soll es die Dose werden.

Das Bier erhielt seinen Namen in GedĂ€chtnis an den Börsencrash von 1929. Bei diesem Bier bekommen wir es mit einem BA Imperial Stout zu tun, welches in BourbonfĂ€ssern gereift wurde und wie gewohnt wird weder das Fass, noch die Reifedauer erwĂ€hnt, von daher springen wir zu den Informationen ĂŒber. Seit 2015 wird dieses Bier nun schon gebraut und es gewinnt von Jahr zu Jahr an Alkoholvolumen, denn man startete mal bei 11,3 Prozenten und ist nun bei mĂ€chtigen 15 Prozent angelangt.

Infos:
Alkoholgehalt: 15%
IBU: –
Inhalt: 0,47 l

kcal: 450
Herkunft: USA

Etikett/Aussehen:

Die Aufmachung ist die gleiche, wie ich sie auch schon beim Vermont Maple Stout kennenlernen durfte. In der Mitte wird eine Art Wappen abgebildet, dazu wird der Name der Brauerei, Biername, Biertyp und Prozente abgedruckt. Der Rest des kompletten Designs ist einfach in weiß gehalten und dann sehe ich Linien, die mich von frĂŒher an das Spiel Spirograph erinnert.

Zutaten:

Geruch/Aromen:

Man bekommt es schon mit sehr krĂ€ftigen Fassaromen zu tun. Es riecht gut wĂŒrzig, geröstetes Malz, Lakritz, eine fruchtige Note ist in der Nase zu finden, die allerdings beschwipst daherkommt und Kakao oder auch Kaffee. Vom Fass wĂŒrde ich blind erstmal zwischen Bourbon und Rum schwanken. Es ist schon eine ĂŒppige Vanillenote am Start, aber auch hier wĂŒrde ich mich blind noch nicht festlegen wollen.

Geschmack:

Nimmt man den ersten Schluck zu sich, macht es direkt POW! Es ist ein unheimlich gutes, detailreiches und leckeres Imperial Stout, welches nur mit einer Fassreifung und ohne Aromen oder ZusÀtzen auskommt.

Bei 15% erwartet man natĂŒrlich schon ein relativ dickes Stout, aber das Bourbonfass lĂ€sst das hier einfach nicht zu, denn das Bier wirkt deutlich schlanker und es ist auch insgesamt eher medium voll. Oder sagen wir mittelschwer, darauf könnte ich mich am ehesten einigen. DafĂŒr bekommt man aber einen mehr als krĂ€ftigen Geschmack als Ausgleich geboten.

Nun sind sich Stouts auch immer auf eine gewisse Art und Weise in diversen Punkten leicht Ă€hnlich. Wirklich vollkommen verstehen und nachempfinden kann man es immer nur, wenn man das Bier dann auch tatsĂ€chlich ebenfalls probiert hat und (m)eine Review dazu liest. Leute, ich kann euch eins sagen, hier wird schon ein großes StĂŒck aufgefĂŒhrt. Von seiner FĂŒlle im Geschmack spielt dieses Bier in meinem persönlichen Ranking ganz weit oben mit. Das Bier besitzt eine tolle KomplexitĂ€t, den einzigen negativen Punkte, den man dem Bier ankreiden kann, ist der „schlankere“ Körper.

Im reinen Geschmack ist dieses Bier komplett mit Fassaromen vollgepumpt, aufgespritzt etc. worden. Wahnsinn. Der Geschmack ist so intensiv und das gilt auch fĂŒr den Nachgeschmack, der sehr lange nachhallt.

Ganz klar startet das geröstete Malz, aber auch hier erhĂ€lt man eine RestsĂŒĂŸe vom Malz. Ölig lĂ€uft es auch hinunter und schwer. Dann knallen einem schon diverse Aromen um die Ohren und das Hirn ist direkt ĂŒberfordert. HĂ€lt man das Bier fĂŒr ein paar Sekunden im Mund, dann merke ich hier schon einen sĂ€uerlichen Touch und ja ganz klar ist hier eine fruchtig, sĂ€uerliche Note zu finden, hier kommt einem schon die Assoziation an Rotwein ins GedĂ€chtnis. Diesen fruchtigen Geschmack sortiere ich als Sauerkirsche ein. Diese Kirschen sind dann aber auch noch in Alkohol getrĂ€nkt worden, denn das Bier wartet mit einer amtlichen boozyness auf sich. Den Kaffee könnte man im Geschmack immer noch finden, aber fĂŒr mich ist das eher die Zartbitterschokolade.

Was man ebenfalls sehr deutlich schmeckt ist Lakritz (wir befinden uns irgendwo im Mittelteil), mit dieser Meinung stehe ich auch nicht alleine, denn es sind auch mehrere Leute auf ratebeer dieser Meinung.

Das Fass gibt ordentlich „Saft“ oder besser gesagt viele Aromen an das Bier ab, hier schmeckt man zu jeder Zeit, dass ein Fass mit im Spiel war, aber es lĂ€sst sich dann hier herauskristallisieren, dass man es mit einem Bourbonfass zu tun hat, denn man schmeckt den Bourbon doch schon gewaltig heraus. Die Tannine vom Fass hinterlassen auch ihre Spuren am Bier. Es gibt zwar keine Angabe zu den IBU, aber gerade das Ende wĂŒrde ich doch noch als relativ bitter (und herb und wĂŒrzig) beschreiben wollen. Das Bier kann sich auch eine krĂ€utrige Note nachsagen lassen.

Gerade auch das Ende gestaltet sich durch das Fass sehr trocken und wĂŒrzig. Man bekommt es ja zu Anfang eh mit etwas mehr SĂŒĂŸe zu tun, was dann in fruchtig alkoholisch und sĂ€uerlich verlĂ€uft, wĂŒrzig und trocken gegen Ende wird und dann ganz zum Schluss in einer Bitterkeit ausfaded. Mir gefĂ€llt dieser Verlauf unheimlich gut. Und mir gefĂ€llt das Bier auch generell total gut, da wird es die Konkurrent der Woche ganz sicher nicht einfach haben, obwohl es schlussendlich auch zwei verschiedene Braustile sind und von daher auch nicht zu vergleichen sind, aber es geht ja um das Bier der Woche.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich schon einmal ein Bier hatte, welches so einen heftigen Fasscharakter besaß, aber dieses Bier kommt mir in der heutigen Momentaufnahme (08.05.2020) besonders erhaben vor. Die grandiose Bewertung kann ich nur vollkommen bestĂ€tigen und ich hoffe, dass in der Zukunft noch heftigere Biere (oder ebenbĂŒrtige) in mein oder unsere GlĂ€ser wandern.

Selbstredend werde ich diese Dose oder auch die Flasche erneut kaufen.

Krone:

Da gab es beim EinschĂŒtten sogar 1cm Schaum, allerdings zerfrisst dieser sich bis auf’s Letzte.

Bewertung auf
ratebeer: 99 Punkte 3.83/5
untappd: 4.31/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂŒbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 14,95 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂŒrde dieses Bier wieder kaufen: Ja


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