Popihn – The Stick Of Truth (Frankreich)

Popihn - The Stick Of Truth

Popihn – The Stick Of Truth

Review: #206

Dass die Franzosen außerordentlich leckeres Bier brauen können, durfte ich schon einmal feststellen. Mit Popihn feiern wir einen weiteren Neuzugang auf dem Blog und deshalb werde ich euch die Brauerei kurz vorstellen.

Ihr Leitspruch lautet: „We try to ferment Ales. Sometimes it works.“ – also kleine Spaßvögel scheinen sie zu sein. Kurz eingeworfen, dieses Bier ist mit der Zoobrew Brasserie Animale in einer Kollaboration entstanden und es soll ein Russian Imperial Stout BA Bourbon sein.

Am 8. April 2017 wurde die Brauerei gegrĂŒndet. Da die Brauerei (hier auch französisch genannt „Brasserie“) allerdings keine eigene Homepage besitzt, gehe ich mit der Hilfe von Facebook davon aus, dass Arnaud Popihn der Kopf hinter der Brauerei zu sein scheint. Ich wĂŒrde euch gerne mehr berichten, aber der Background ist magerer als mager. Ach, wir befinden uns natĂŒrlich in Frankreich und ganz genau genommen in Vaumort.

Zoobrew gibt auch nicht arg viel ĂŒber sich preis. Sie sind aber im Ballungsraum Montpellier ansĂ€ssig. Jean Baptiste ist der Kopf dahinter, der zuerst in Schottland, Frankreich, Belgien und Neuseeland seine Berufserfahrung sammelte. Beide waren 2006 fĂŒr ein Jahr in Edinburgh (Hauptstadt von Schottland) unterwegs und fanden heraus, dass sie die gleiche Leidenschaft teilten, nĂ€mlich die schottischen PUBS in Edinburgh zu durchkĂ€mmen. Berufserfahrungen sammelten beide schon in Frankreich, Belgien und Neuseeland. Seit 2011 sollte es Popihn nun geben. Das war die Kurzform, minimal lĂ€nger geht sie hier.

Das Stick Of Truth ist nun ein BA Bourbon Russian Imperial Stout. Ganze 12 Monate wurde das Bier in unbekannten FĂ€ssern versenkt.

Infos:
Alkoholgehalt: 10%
IBU: –
Inhalt: 0,33 l

kcal: 300
Batch: 
Herkunft: Frankreich

Etikett/Aussehen:

FĂŒr das Etikett scheint die Zoobrew Brauerei ihre Finger im Spiel gehabt zu haben, denn man erkennt einen Haufen ausgestopfter und verschiedenster Tiersorten, die sich wohl in einem Keller befinden. Ob das Bild nun in echt geschossen wurde oder digital erzeugt soll erstmal egal sein, aber ich muss zugestehen, dass dieses Etikett etwas hat. Unten wird der Name, Stil, Fasstyp und die Prozente vermerkt. Wenn man die Flasche weiter nach rechts dreht, dann sieht man danach auch sofort das Logo von Popihn und darunter das von Zoobrew. Ein fĂŒr mich gelungenes Cover.

Zutaten:

Geruch/Aromen:

Ein toller Geruch strömt einem entgegen. Lecker geröstetes Malz, Kaffee und Schokolade, mittlerer Bourbon/Vanille, SĂŒĂŸe, brauner Zucker, Karamell. Ich rieche hier eine minimale Rauchigkeit und fĂŒr ein RIS kommt auch eine dezente Fruchtnote dazu.

Geschmack:

Der erste Eindruck soll „recht“ dĂŒnn in den Bereich Medium zeigen, denn das Bier ist durch das Bourbonfass massiv schlanker geworden. Wobei es nach den ersten 0,1l, sich dann zwischen medium und voll befindet. Vom Geschmack her ist es aber voll und krĂ€ftig, ölig auf der Zunge und es lĂ€uft cremig hinunter.

Wie gewohnt darf geröstetes Malz den Start eröffnen, dazu kommt auch RestsĂŒĂŸe vom Malz dazu. Es kommt also eine starke SĂŒĂŸe, gefolgt von einer mĂ€ĂŸigen Bitterkeit. Dazu kann man viele Aromen aus der Nase direkt jetzt schon benennen. Es ist auf jeden Fall ein dunkle Schokolade-Kaffee/Espresso-Karamell-Bourbon/Vanille Mix und das bildet dann so ziemlich den Mittelteil ab. Die Bitterkeit ĂŒbernimmt fĂŒr meinen Geschmack in der Mitte kurzzeitig das Ruder, aber zum Ende hin gibt es an die SĂŒĂŸe wieder ab, aber da sind wir ja noch gar nicht angelangt.

Die SĂŒĂŸe Note darf man als Zucker abstempeln, aber brauner Zucker ist es fĂŒr mich hier nicht. Das Bourbonfass gibt ganz klar Holzaromen an das Bier ab und eben auch den Geschmack von Bourbon.

In der Nase hatte ich ja ein rauchiges Aroma festgestellt und das lĂ€sst sich meiner Meinung vom Mittelteil bis zum Ende wiedererkennen. Das Fass gibt nicht nur Holzaromen und Bourbongeschmack an das Bier ab, sondern das Bier hat eine tolle Ladung an WĂŒrze abbekommen und ganz typisch wird das Bier zum Ende hin trocken.

Eine weitere Note, die ich bisher noch gar nicht genannt habe, ist diese gewisse Fruchtigkeit und die lÀsst sich erst sehr spÀt zum Ende hin finden, aber anwesend ist sie.

Was das Bier fĂŒr mich wirklich interessant gestaltet, ist zum einen die rauchige und zum anderen die fruchtige Note, die sich ganz zum Schluss in einen Rotweingeschmack verwandelt. Es ist einfach nicht von der Hand zu weisen, dass dort auf einmal Rotwein aufploppt. Eher ein wenig plump oder anders gesagt ist sie nicht so gut eingebunden. Mir kommt das Bier mit zu wenig KohlensĂ€ure ausgestattet vor.

Insgesamt bin ich mit dem Bier aber mehr als zufrieden.

Krone:

Moccafarbener Schaum, der sich nicht groß ausbilden mag und in Sekundenschnelle fast vollstĂ€ndig verpufft, bis auf Restschaum am Glasrand.

Battle Of The Week (Flotsam – Stick Of Truth):

Flotsam, wobei das Stick viel bietet.

Bewertung auf
ratebeer:
untappd: 4.22/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂŒbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 6,55 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂŒrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

BegrĂŒndung:

~4.2


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