Omnipollo – Mammut Barrel Aged (Schweden)

Omnipollo – Mammut Barrel Aged

Review: #258 (17.01.2021)

Sechs Buddeln hatte ich mir im Oktober fĂŒr 200 Euro von Omnipollo in der Holiday Kapsel bestellt, tatsĂ€chlich kamen am Ende acht Flaschen, eine Hot Sauce und Merchandise gab es noch dazu und zwei Biere waren „Box Exclusive“. Eine Egg Nog Lassi Gose gönnte ich mir einfach so und auch eines der nur fĂŒr die Box bestimmten Biere, da dies von vielen als „infiziert“ moniert wurde, dachte ich mir gestern mal, dass ich mich an das „Magnus Opus 2020“ heranwage, welches sich von der Konstellation her auch echt crazy las. Denn es gab neben Woodford Reserve Rye Fasslagerung roten Zimt, Vanille, Mohnsamen, heißt gerĂ€uchertem Speck, Kakaonibs noch die Haselnuss. Das Thema Haselnuss und Vanille wurde im Übrigen bei fast allen der Boxbiere ein Thema. Ja ich weiß, ich schreibe und schreibe und es geht noch nicht mal um das richtige Bier. Auf jeden Fall war das Bier wie beschrieben sĂ€uerlich, aber man konnte schon schmecken, dass es nicht „infiziert“ war, denn dafĂŒr gab es zu viel Geschmack. Auch von Omnipollos Seite wurde dieser Vorwurf zurĂŒckgewiesen, da man das Bier extra im Labor darauf getestet hatte. Ich fand das Bier lecker und mit der ErwĂ€rmung durch die Zeit war die SĂ€ure gar nicht mehr so groß, dafĂŒr erhielt das Bier durch den Zimt einen Touch SchĂ€rfe.

Aber nun soll es ja um das Mammut Barrel Aged gehen und damit beschreiten die Jungs aus Schweden wieder einen Weg, den sie in den letzten Jahren sehr hÀufig bedient haben, nÀmlich den Pastry Stouts oder von mir aus auch BA Pastry Stouts.

Über Omnipollo habe ich schon einmal die Geschichte erzĂ€hlt und auf dem Blog gibt es auch schon eine Menge der Schweden.

Zum Bier selbst bleibt noch zu sagen, dass es ein Blendet Stout ist, dabei nahm man sowohl von Willet Bourbon und den Rye Bourbon und von Buffalo Trace auch den regulĂ€ren Bourbon und einmal die Roggenvariante. Interessant ist an dieser Stelle, dass ich selbst ein Fan vom Buffalo Trace bin, aber von den RoggenfĂ€ssern habe ich noch nie etwas gehört. Entweder ist das so exklusiv und in der Menge gering im Verkauf oder man hat sich mit einer anderen Destillerie zusammengetan. In meiner kleinen BroschĂŒre wird noch vermerkt das sie das Bier 2019 im Sommer released haben. Da hatten sie das Bier mit Ahornsirup, Vanille und gerösteten HaselnĂŒssen gebraut. Davon nahm man das halbe Fass, fĂŒgte die anderen Zutaten hinzu und warf es in das Bourbonfass.

Ehrlich gesagt hĂ€tte ich mir das Bier mit Ahornsirup besser vorstellen können, da ich ein großer Fan von Ahornsirupbieren bin.

Infos:
Alkoholgehalt: 12%
IBU: –
Inhalt: 0,40 l

kcal: 360
Herkunft: Schweden

Etikett/Aussehen:

Schwarz und blaue Luftballons, wie man sie aus der Kindheit kennt, wenn in der Stadt jemand diese schlauchigen Ballons zu Tieren bearbeitet, nur dass hier kein Tier, sondern ein komisches Konstrukt dadurch entsteht. Man könnte es auch als Graffiti ansehen.

Zutaten:

  • Kokosnuss
  • Vanille
  • Haselnuss (ob Aromen oder Zutaten werden wir nicht erfahren)
  • Laktose

Geruch/Aromen:

Ziemlich wĂŒrzig im Geruch, ich wĂŒrde sagen, dass der Roggenbourbon gut mitspielt. Ansonsten rieche ich Malz, Kaffee und Kokosnuss. Und ein nussiges Aroma liegt in der Nase, die Haselnuss selbst wĂŒrde ich so aber nicht aufzĂ€hlen.

Geschmack:

Im Gegensatz zum Magnus Opus erhÀlt man hier ein typisches Pastry Stout aus dem Hause Omnipollo.

Das Zeug lĂ€sst sich nicht nur wie Motoröl eingießen, sondern es lĂ€sst sich genauso trinken. ZĂ€h, voll, ölig, schwer wie ein Wein, sirupartig gleitet es in das Glas und die Kehle hinunter. Der Geschmack ist dabei ebenfalls sehr voll und krĂ€ftig. Den Nachgeschmack kann ich auch schon einwerfen, denn dieser hĂ€lt relativ lange an.

Gestartet wird mit geröstetem Malz und dann wird es durch das Malz und die Zutaten sĂŒĂŸ.

Insgesamt finde ich den Geschmack recht kompakt, es ist nicht sehr komplex, sondern es wird mit viel Zucker, alkoholischer Schokolade, Kokosnuss und Vanille aufgefahren. Die Haselnuss konnte ich schon in der Nase nicht finden und auch im Geschmack lÀsst sie sich nicht ausmachen. Ganz klar ist da ein nussiges Aroma zu schmecken, aber man kann es nicht zuordnen.

Das Bourbonfass oder die FĂ€sser machen das Bier dazu relativ wĂŒrzig, hinterlassen Tannine am Bier, wodurch es moderat bitter wird und die Menge an SĂŒĂŸe auffangen kann. Zum Teil schmeckt das Bier wie ein Bounty, aber nicht ganz so krass in die Kokosrichtung, dafĂŒr taucht die Nuss und der Bourbon und der Alkohol mit eine leichten SchĂ€rfe auf. TatsĂ€chlich trumpft das Eichenfass mit dieser WĂŒrze auf, die, wie ich finde, dem Bier mehr Tiefe verleiht und auch komplexer wirken lĂ€sst. Karamell lĂ€sst sich ja wie immer finden und beschreiben. Ein Hauch von Nutella blitzt im Bounty auf, aber kann sich vor allem gegen den Roggenbourbon nicht durchsetzen.

Die SĂŒĂŸe, die es am Anfang gibt, ist mir schon minimal zu viel, zum GlĂŒck kommt dann die WĂŒrze und die Bitterkeit, die ein Gleichgewicht zwischen diesen Komponenten herstellt. Auch der Alkohol und sein leichtes Brennen helfen dabei.

Gerade am Schluss lĂ€sst sich beim Geschmack Lakritz beschreiben, wodurch das Bier doch ein StĂŒckchen komplexer sein mag, als ich es im zu Beginn eingestehen wollte.

Nun ist es ja so, ich habe dieses Bier aus einer 200 Euro Box gezogen und die Dose kostet bei Omnipollo selbst 22 Euro. Man findet sie im Netz fĂŒr 16 Euro, was das Ganze weitaus ertrĂ€glicher macht, aber ich bleibe bei dem Preis schon enttĂ€uscht zurĂŒck. Die bisherigen drei getrunkenen Biere waren alle nicht schlecht, aber diesen kompletten Omnipollozauber, wie ich ihn mit den ersten Bieren kennengelernt habe, gab es bisher nur bedingt.

Krone:

Gibt es ganz einfach keine, nicht einmal am Rand.

Beer Of The Week (Landsort vs Mammut):

Mammut

Bewertung auf
ratebeer: – Punkte 4.17/5 Punkte
untappd: 4.2/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂŒbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 22,00 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂŒrde dieses Bier wieder kaufen: Nein

BegrĂŒndung:

~4.2 aber der Preis ist einfach viel zu hoch


Empfiehl uns gerne weiter!

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