Odd Side Ales – Hazel’s Nuts 2019 (USA)

Odd Side Ales - Hazel's Nuts 2019

Odd Side Ales – Hazel’s Nuts 2019

Tasting Time bedeutet fast auch immer, dass endlich Wochenende ist. Gleichzeit ist damit auch immer Vorfreude verbunden. In einer Review (Hipster Brunch Stout) aus dem Dezember k├Ânnt ihr euch noch ein paar Hintergrundinformationen ziehen.

Wir haben es hier mit einem Imperial Stout zu tun, welches in einem Bourbonfass gereift wurde. Selbstverst├Ąndlich ohne Angabe worin und wie lange, aber die Zutaten gibt es immerhin. Somit f├Ąllt die heutige (17.01.2020) Vorbesprechung auch recht knapp aus. Mir bleibt nur noch zu sagen, dass ich mit Odd Side Ales bisher richtig gute Erfahrungen gemacht habe und diese Flasche es sicherlich nur best├Ątigen wird.

Infos:
Alkoholgehalt: 11%
IBU: 69
Inhalt: 0,355 l

Herkunft: USA

Etikett/Aussehen:

Ja… Das Etikett ist nun speziell. Oben das Logo von Odd Side, unten der Name des Bieres, jeweils in wei├č. Bis hierhin ist noch alles normal. Der Hintergrund ist in einem bunten Strahlenmeer, im Vordergrund steht ein Transvestit, mit knalligen roten Lippen. Er erinnert schon stark an Conchita Wurst. Im Hintergrund ist noch ein Banner mit der Aufschrift „Traveling Freakshow“…

Vielleicht ist auch sein K├╝nstlername Hazel und man versuchte dann noch bewusst zweideutig zu bleiben. Mir gef├Ąllt das insgesamt alles nicht, aber auf den Inhalt habe ich Bock.

Zutaten:

  • Kaffee
  • nat├╝rliche Aromen von Haseln├╝ssen

Geruch/Aromen:

In der Nase macht sich der Geruch von Haseln├╝ssen breit. Ansonsten h├Ąlt das Bier noch Kaffee und Malz bereit. Von dem Fass kann ich ├╝berhaupt nichts feststellen. Die Nase pr├Ąsentiert sich aber auch nicht extrem stark. Die Haselnuss steht schon im Vordergrund, aber es wirkt noch alles relativ verhalten. (Kurz bevor das Glas geleert wird, ist der Geruch doch schon gut intensiv.)

Geschmack:

Kommen wir doch zum Geschmack: Vom K├Ârper her kann man es im Bereich schwer bis medium einordnen. Hier hinterl├Ąsst der Bourbon seine erste Spur, denn er l├Ąsst das Bier mal wieder leichter wirken. Dazu ist das Bier auch gut cremig. Den ersten Eindruck, den ich von dem Bier bekomme, ist eine Erinnerung aus dem Dezember. Auf dem Weihnachtsmarkt gab es n├Ąmlich einen Stand, der Lik├Âre verkaufte und dort probierte ich einen Haselnusslik├Âr. Diesen Geschmack bekommt man hier in seiner Reinform.

Zu Beginn bekommt man aber nicht nur die Haselnuss zu sp├╝ren. Es ist auch eine Dosis ger├Âstetes Malz dabei. Der Bourbon l├Ąsst sich weder in der Nase, noch im Geschmack finden, daf├╝r hat sich der Alkohol im Bier nicht versteckt, aber er passt erstmal in das Gesamtbild hinein.

Was ich mir einbilde zu schmecken, ist ebenfalls Waffel. So ein wenig f├╝hlt man sich an Nutella erinnert und durch die Waffel auch an ein Hanuta. Das nat├╝rliche Haselnussaroma leistet wirklich einen richtig tollen Job.

Ab dem Mittelteil wird es bei 69 IBU auch angenehm bitter, welche mit der R├Âstigkeit verschmilzt. Es lassen sich hier auch leicht verbrannte Noten wiederfinden. Joa, ich w├╝rde hier verbrannte Haseln├╝sse beschreiben wollen. In der Mitte nimmt man dann auch endlich den Kaffee am meisten war, wobei die kr├Ąftige Intensit├Ąt eher einem Espresso ├Ąhnelt, aber ├╝ber allem herrscht die Haselnuss. Dazu ist auch der Geschmack von Zartbitterschokolade zugegen. Was sich von der Mitte bis zum Schluss noch meldet, ist eine s├╝├čliche Note die sich zwar nicht gegen die r├Âstigen und bitteren Noten durchsetzen kann, aber sie rundet diese T├Âne zum Teil ab.

Ansonsten wird das Bier durch das Bourbonfass zum Ende hin wieder einmal etwas trockener, aber nicht so derma├čen, wie ich es schon bei anderen Bieren erlebt habe. Das r├Âstige Finish hat hier eher die Hosen an. Wenn mir jemand erz├Ąhlen w├╝rde, dass er am Ende auch noch eine Spur von Lakritz finden m├Âchte, dann w├╝rde ich ihm da zustimmen wollen.

Das Hazel’s Nuts ist einfach ein Bier, was auf ganzer Linie ├╝berzeugt, welches man einfach gut finden muss (nat├╝rlich nicht, denn Geschmack ist immer subjektiv), wenn man ein Freund der Haselnuss ist. Es ist zwar nicht sonderlich komplex, aber mit den Noten, ├╝ber die es verf├╝gt, macht das Bier eine wirklich sehr gute Figur. Man k├Ânnte auch sagen, dass gerade diese ├╝berschaubare Anzahl von Aromen total gut zusammengef├╝hrt wurde. Vom Bourbon selbst konnte ich jetzt nicht so viel ausmachen, da war kein Geschmack von Vanille, es war nicht besonders w├╝rzig, einfach kein typischer Bourbongeschmack, aber trotzdem ist das Bier geil.

Der eine oder andere wird sich am Ende streiten wollen, ob fast 9 Euro nun gerechtfertigt sind, wenn man vom Fass kaum etwas wahrnehmen kann. F├╝r mich war das aber wie gesagt ein leckerer Abendtrunk.

Krone:

Ein wenig haselnussfarbener Schaum bildet sich, aber viel h├Ąlt das Bier nicht parat und lange h├Ąlt er sich ebenfalls nicht.

Bewertung auf
ratebeer: 99 Punkte 4.01/5
untappd: 4.3/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus L├╝beck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne gro├čen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 8,69 ÔéČ

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich w├╝rde dieses Bier wieder kaufen: Ja


Empfiehl uns gerne weiter!

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