Cigar City – Caffe Americano (USA)

Cigar City - Caffe Americano

Cigar City – Caffe Americano

Der Kompass zeigt auf Westen, wir reisen wieder in die USA ein. Mit der heutigen Flasche (18.01.2020) kommen wir dann quasi auch im Doppelpack um die Ecke, denn es handelt sich um eine familienfreundliche Flasche fĂŒr zwei.

Ich hatte schon mal eine Doses ihres Jai Alai (IPA) White Oak, es wurde also mit Holzspiralen gereift. Das hatte mich seinerseits nicht wirklich umgehauen, aber da ich ja sowieso lieber dunkles Bier verköstige, musste das Caffe Americano dann angeschafft werden.

Das Bier ist dazu in einer Kollaboration mit Buddy Brew Coffee entstanden, von denen man die Espressobohnen bezog.

Mit Cigar City Brewing befinden wir uns in Tampa, Florida. Geboren wurde die Brauerei 2007 von dem aus Tampa stammenden Floridian Joey Redner, zumindest auf dem Papier. Redner stammt dabei aus seiner fĂŒnften Generation. 2008 sollte er dann seinen Braumeister finden, der seine Ideen und Vision in die Tat (Kultur, Geschichte und KĂŒche Tampas) umsetzt. Wayne Wambles heißt der gute Herr und dieser kommt aus Alabama, welcher seine Erfahrung im SĂŒdosten der USA schon seit 1990 sammelte.

Am 30. Januar gab es dann die erste Charge Maduro Brown Ale im Laden zu erstehen. Danach driftete man in die tropischen Gefilde ab, wodurch man national und international auf sich aufmerksam machte. Ab dort sammelte man diverse Auszeichnungen. Aus der 2-Mann Armee kann man heute stolz auf 60 VollzeitbeschÀftige blicken.

Warum ist im Logo eine Zigarre abgebildet? Stellt Cigar City auch Zigarren her? Nein, aber Tampa war einst die Hauptstadt der handgerollten Zigarren. Auch heute liegt man noch auf Platz 3. Wen das Thema Zigarren ein wenig interessiert, dem sei dieser Artikel hier ans Herz gelegt. Das Logo trĂ€gt auch noch den Zusatz „Hecho A Mano“, was ĂŒbersetzt „handgerollt“ bedeutet und in unserem Fall „von Hand gemacht“.

Das Caffe Americano ist nun ein Imperial Double Stout, welches mit geröstetem Espresso aus Tampa und Vanille gebraucht wurde.

Infos:
Alkoholgehalt: 12%
IBU: 80
Inhalt: 0,65 l

Herkunft: USA

Etikett/Aussehen:

Beim Etikett bleibt man verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig bodenstĂ€ndig und verzichtet auf viel Schnickschnack. Bei der Farbgebung nahm man einfach einen brĂ€unlichen Ton und platzierte das Logo unten. Der Name des Bieres verlĂ€uft von unten nach oben im 90° Winkel. Im Hintergrund lĂ€sst sich die Silhouette einer Tasse mit Kaffee finden. Es ist ein doch sehr schlichtes Design, kaum auffĂ€llig, aber der Fokus liegt ja weiterhin auf dem Bier. Mir gefĂ€llt neben diesen teils quietschbunten Etiketten mal so etwas.

Zutaten:

  • Espresso
  • Vanille

Geruch/Aromen:

Der Geruch ist laut Julian fast schon langweilig oder anders ausgedrĂŒckt simpel und nicht komplex. Wir bekommen es eigentlich nur mit Kaffee und geröstetem Malz zu tun. Auch den Espresso als solches kann man nicht ausmachen, auch von der Vanille ist keine Spur zu finden. DafĂŒr wird durch den Kaffee noch eine fruchtige Note riechbar.

Geschmack:

Das Bier weist einen schönen vollen und krÀftigen Körper. Im Geschmack kann das Bier dann deutlich an Fahrt aufnehmen und bietet mehr als in der Nase.

Den Start darf der Baumeister, dass geröstete Malz machen. Mit 80 IBU ist das jetzt auch nicht sonderlich verwunderlich. Wir bekommen es aber dann ĂŒberraschend sofort mit einer salzigen Note zu tun. Julian empfindet sie super salzig, ich hatte schon Bier die ebenfalls in diese Spur eingeschlagen sind, aber war es das schon? Nein.

Danach schlĂ€gt Lakritz, aber der Espressogeschmack tritt in den Vordergrund und es wird bitter. Die Bitterkeit ist fĂŒr 80 IBU okay, nicht ĂŒbertrieben, aber das Malz bietet auch noch RestsĂŒĂŸe, wodurch der Eindruck vielleicht beeinflusst wird. Kakao kann man auch finden, wobei das dann schon eher Zartbitterschokolade darstellt. Die salzige Phase könnte man auch als Salted Caramel beschreiben, da man auch den Geschmack von Karamell wahrnimmt. Hierbei befindet man sich eigentlich auch schon im Mittelteil. Was sich dann aber noch kurzzeitig einbaut, ist ein fruchtiger Geschmack von dunklen FrĂŒchten. Diese fĂŒhre ich auf den Kaffee zurĂŒck. Was auch auf den Kaffee zurĂŒckzufĂŒhren ist, ist eine sĂ€uerliche Note.

Woher allerdings dieser salzige Geschmack herkommt wissen wir nicht. Weiß das eventuell einer von euch? TatsĂ€chlich ist das Bier im Geschmack deutlich komplexer, als es die Nase vermuten lĂ€sst. Was wirklich beeindruckend ist, dass dieser salzige Geschmack auch am Ende erneut auftaucht. Der Nachgeschmack ist auch relativ lange vorhanden. Von der Vanille können wir auch im Geschmack. Jetzt muss ich Julian doch zustimmen. Es ist unfassbar, wie sich die salzige Note doch schon komplett, wie ein roter Faden durch das gesamte Bier zieht, auch wenn es nach hinten abschwĂ€cht, aber prĂ€sent ist das Salz.

Mit 14,99 Euro ist dieses Bier also mit 7,50 Euro pro Nase bepreist. Es gibt dieses Bier auch noch fassgelagert. Insgesamt sind wir beide ziemlich begeistert von diesem Bier, gerade weil es auch ohne Fassreifung auskommt, aber Julian könnte sich dieses Bier mit Fassreifung noch besser vorstellen, da die salzige Komponente eventuell in den Hintergrund tritt. Der Alkohol ist sehr gut eingebunden, man kann ihn zu keinem Zeitpunkt feststellen, zumindest im Geschmack, aber er setzt natĂŒrlich im Kopf mit der Zeit ein.

Wir sind mit diesem Bier mehr als zufrieden und werden bei einer BA Version zulangen, wenn sich uns die Chance eröffnet.

Krone:

Die gab es zum Start in einem dunkelbraunen Ton, am Ende gibt es noch ein wenig Restschaum, aber wir haben es mit einem 12 prozentigem Bier zu tun…

Bewertung auf
ratebeer: 100 Punkte 4.18/5
untappd: 4.27/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂŒbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 14,99 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂŒrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

BegrĂŒndung:

auf jeden Fall, aber dann mit Fass


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