Mikkeller – George Bourbon BA (DĂ€nemark)

Mikkeller - George Bourbon BA

Mikkeller – George Bourbon BA

Review: #266 (20.03.21)

Von Mikkeller wanderte schon Diverses in meinen Magen, heute soll es das BA Bourbon George sein. Zur Brauerei habe ich ebenfalls schon alles Wichtige verfasst. Ansonsten bekommen wir es mit einem Imperial Oatmeal Stout BA im Bourbonfass zu tun, welches mit Kaffee und Vanille gebraut wurde. Kein Fasstyp, keine Angabe der Reifedauer. Gebraut wurde das Bier bei Lervig und gelagert und gereift wurde es bei To Ol. Das Basisbier ist selbstverstÀndlich das George, welches ich bisher noch nicht probiert habe.

Infos:
Alkoholgehalt: 13,9%
IBU: 65
Inhalt: 0,375 l

kcal: 
Herkunft: DĂ€nemark

Etikett/Aussehen:

Orangener Hintergrund, ein Schriftzug mit GEORGE obenhalb in der Mitte, die typischen Figuren, die Mikkeller sehr hÀufig verwendet, sind abgebildet. Beim Titel George handelt es sich um einen Boxer und genau das bekommt man zu sehen. Einen Boxer, der sich an einem Punchingball aufwÀrmt.

Zutaten:

  • Hafer
  • Vanille
  • Kaffee

Geruch/Aromen:

Im Bier gibt es 1% Kaffee und 0,3% Vanille, so eine Angabe habe ich noch nie gesehen und sie schockiert mich schon. Ich weiß nicht, ob das sehr wenig ist, denn es kommt mir nach sehr wenig vor. In der Nase wird man mit leckerem Kaffeegeruch, Malz und Bourbon entlohnt. Da muss ich direkt sagen, dass mir die Nase sehr gut gefĂ€llt.

Geschmack:

Bei der exakten Angabe der Zutaten bin ich immer noch ein wenig schockiert. Viele der Biere werden super teuer verkauft und hier soll 3,75 Gramm Kaffee und 1,25 Gramm Vanille, was nicht großartige Kosten verursachen wird. Mir ist bewusst, dass FĂ€sser, Fassreifung selbst mit der LagerflĂ€chte etc. Geld kostet und auch dass im Ausland höhere Kosten anfallen können, aber viel ist das meiner Meinung nach nicht. Egal…

Wie schmeckt mir das Bier? Gut, sehr gut sogar.

Der Körper des Bieres ist voll, auch der Bourbon lÀsst es nicht leichter wirken. Dazu ist das Bier sehr ölig, klebrig und cremig. Im Geschmack ist das Bier sehr geschmacksvoll, intensiv, voll und krÀftig.

Schon mit dem ersten Schluck wird einem die Power des BA George’s bewusst. Welches Bourbonfass hierbei auch verwendet wurde, es hatte massive POWER und hat diese vollstĂ€ndig in die Flasche injiziert. Man wird gleich von Beginn an mit Holz, Bourbon und Vanille erdrĂŒckt. Das BA George ist schon schwer zu erfassen, denn es ist doch sehr komplex.

Aus welchem Grund auch immer gibt es im Geschmack nussige Aromen, auch Waffel oder Kuchen kann man schmecken, dazu Karamell / Fudge, sehr viel Zartbitterschokolade, die sich dann zu Kaffee / Mocca und schwerem Espresso entwickelt. Zum Start wird es bittersĂŒĂŸ und damit wird Bitterkeit und SĂŒĂŸe gemeint und nicht das es super sĂŒĂŸ schmeckt, was es zwar wirklich tut, aber die Tannine vom Bourbonfass und dem Malz steuern mit 65 IBU lautstark dagegen an, wodurch eine gute Balance gehalten wird. Das geröstete Malz vermischt sich mit der Bitterkeit und dem leicht scharfen Alkohol.

Das Bier wirkt auch sehr viskos, also weinartig, es ist schwerfÀllig und somit ein Sipper vom Herrn. Langsam und bedÀchtig möchte das Bier getrunken werden, den Alkohol bekommt man sehr gut mit, denn dieser wurde nicht komplett eingebunden. Der Alkohol hinterlÀsst sogar eine leichte SchÀrfe oder zumindest ein leichtes Brennen und wÀrmt einen gut von innen auf.

Jetzt habe ich hier gar nicht gesplittet, aber das mĂŒsste der Einstieg und Mittelteil gewesen, dem ich glaube ich nichts mehr hinzuzufĂŒgen habe.

Zum Ende hin soll es aber nicht langweilig werden. Es wird typisch trocken fĂŒr ein Bourbonfass gereiftes Bier. Auch der wĂŒrzige Geschmack ist super typisch. Vielleicht kommt eine dunkle rote Frucht schon im Mittelteil auf, aber gerade am Ende zeigt sich der fruchtige Geschmack, welcher fĂŒr mich zwischen roten, saftigen, reifen Äpfeln, aber auch Rosinen und Pflaumen abspielt. Dieser Geschmack verbindet sich mit dem Bourbon/Vanillegeschmack, dem Kaffee und auf einmal Milchschokolade und der holzige Geschmack sprengt alles wieder auf. Die ganze Zeit ĂŒberlege ich an einem weiteren Aroma und dann fĂ€llt es mir, wie Schuppen von den Augen, da ist auf einmal noch Lakritz am Ende zu finden. Es ist zwar nicht salzig, aber ich schmecke hier Lakritz, welches aus dem Raster fĂ€llt, aber ist ja egal, weil ich am Ende einen Schokoladen-Salmiak Lolly vom Weihnachtsmarkt schmecke.

Schon gut der Wahnsinn, was sich alles in diesem Bier abspielt, aber mir hat es sehr gut gefallen. Über den Preis kann man sich am Ende dann immer streiten. 14 Euro sind sowas von schon richtig teuer, dafĂŒr wird einem in dieser Flasche aber auch einiges geboten…Mir war es das Geld wert und die Wertungen auf den ĂŒblichen Portalen ist ja auch positiv, was aber kein Kaufgrund sein sollte, da muss jeder selbst probieren oder aufgrund des Preises auch nicht 😉

Beer Of The Week (Peanut Butter vs George BA):

George

Bewertung auf
ratebeer: 99 Punkte 4.03/5 Punkte
untappd: 4.22/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂŒbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 13,95 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂŒrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

BegrĂŒndung:

~4.3


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