La Débauche РWood Species РPalo Santo (Frankreich)

La Débauche - Wood Species - Palo Santo

La Débauche РWood Species РPalo Santo

Review: #260 (22.01.2021)

Eine neue Flasche von La Debauche aus Frankreich und ich freue mich richtig, denn mit den Franzosen habe ich bisher sehr gute Erfahrungen machen d√ľrfen. Bei diesem Release war ich hingegen sehr zwiegespalten und ich hoffe, dass ich es nicht bereuen werde, direkt zwei Flaschen davon mitgenommen zu haben, denn in diesem Bier ist eine Zutat, die sehr speziell ist, zumindest hatte ich mit dem Palo Santo Holz eine √ľberaus heftige Begegnung, allerdings stammte das Bier von Laugar. Es hei√üt Braskadi und hat seinen Platz auf dem Blog gefunden.

Nun war das Wood Species relativ gut bewertet und Debauche gefällt mir wie erwähnt, also warum nicht direkt zwei Flaschen davon in den Korb? Gesagt, getan. Zur Not probiere ich die andere Flasche noch mit Julian, damit er auch mal so eine Erfahrung mit Palo Santo feiern darf.

Le Debauche selbst schreibt, man h√§tte vier Essenzen sehr sorgf√§ltig ausgew√§hlt, die eben zu den aromatischsten geh√∂ren. F√ľr das R√∂sten holte man sich Unterst√ľtzung bei Tonnellerie Nadali√©.¬†Dabei bedankte man sich gleich beim R√∂ster J√©r√īme Lavrador. Dann wurde das Bier noch in F√§ssern gereift, hinten steht „barrique Anh√§nger“, damit kann ich jedoch nichts anfangen.

Zum Ende hin erf√§hrt man noch, dass die Wood Species Reihe aus vier unterschiedlichen Bieren besteht. Erh√§ltlich ist dieses Bier noch mit Wacholder, Zedernholz und Zitronenholz. Unabh√§ngig davon kommt das Palo Santo auf untappd von der Bewertung her am besten weg, aber f√ľr mich ist das egal, denn mir wurde die Auswahl abgenommen, da nur diese eine Version erh√§ltlich war.

Infos:
Alkoholgehalt: 10,6%
IBU: –
Inhalt: 0,33 l

kcal: 318
Herkunft: Frankreich

Etikett/Aussehen:

Einen weißen Hintergrund nutzen sie gerne, ansonsten gibt es nur noch einen Baum in Schwarz zu sehen, womit man Bezug zum Namen und den Zutaten nimmt.

Zutaten:

  • Palo Santo Holz

Geruch/Aromen:

Arg neugierig wandert meine Nase an den Glasrand. Eine Art Erleichterung f√§llt mir da schon bei ab, es riecht schon jetzt nicht so brachial, wie es beim Braskadi ausgef√ľhrt wurde. Richtig beschreiben kann man das vom Geruch her nicht. Eindeutig ist das Palo Santo Holz im Geruch zu erkennen, aber das MUSS man selbst probiert haben. Ob es angez√ľndet ebenfalls so riecht wei√ü ich nicht, von daher kann ich nur das Geschmackliche wiedererkennen. In der Nase findet dadurch nur der Geruch von holzigen Noten und diesem speziellen Holz statt. W√ľrzig riecht es, maximal w√ľrde ich noch Schokolade nennen.

Geschmack:

Das Wood Spices hat einen vollen, schweren, öligen und weinartigen Körper. Den Geschmack beschreibe ich erstmal als kräftig und voll.

Der erste Schluck zeigt bereits altbekanntes, aber zum Gl√ľck nicht in dieser Intensit√§t, wie ich es bereits erleben musste durfte. Durch dieses Holz f√§llt es einem wirklich schwer etwas anderes festzustellen. Ger√∂stetes Malz m√∂chte ich zu Beginn trotzdem noch vorfinden wollen.

Danach befindet man sich aber sowas von direkt im Mittelteil und dort gibt es Holz, Holz, Holz und nochmals Holz. Erneut ein richtiges Brett in welches man hineinbei√üt. Obwohl das Holz soweit im Vordergrund steht, lassen sich noch andere Geschmacksnoten finden. Und das Holz ist nicht so aufdringlich, anstrengend und fordernd, wie ich es schon einmal erlebt habe. Also fordernd ist es auch dieses Mal und ich denke das wird auch nicht jedermanns Geschmack sein, aber mir gef√§llt es an dieser Stelle schon sehr. F√ľr mich ist hier ein gesundes Mittelma√ü von brachialem Holz und Geschmack gefunden worden, welcher aber nicht √ľberw√§ltigend ist, sondern relativ ausgeglichen wirkt.

Ein leicht s√ľ√ülicher Geschmack l√§sst sich erkennen, hier kann man gewohnt Karamell nennen, aber vor allem finde ich, dass es sehr schokoladig schmeckt und es wird bitter, von daher Zartbitterschokolade. Die Bitterkeit kann durchaus durch die Fassreifung geschehen sein, wobei ich auch gar nicht wei√ü, ob man das Bier nicht auf Holzchips gereift hat, aber die √§therischen √Ėle werden mit reinspielen. Dazu ist das Bier sehr sch√∂n w√ľrzig, was man einfach zur Ansprache bringen muss.

Das Ende besteht weiterhin aus viel Holz und Schokolade. Mir kommt das Bier relativ saftig vor und auch leicht fruchtig. Das k√∂nnten Waldbeeren sein, die sich nicht n√§her beschreiben lassen. Oder es sind gar keine Beeren, aber es schmeckt nach waldigen Aromen, leicht erdig, leicht rauchig ist es, eventuelle eine Spur Leder und Zimt kann man im Geschmack finden. Sehr w√ľrzig pr√§sentiert es sich zum Schluss. Den Alkohol kann man an keinem Punkt erkennen, ist also super eingebunden. Ich finde, dass es zum Schluss trocken wird, Bitterkeit und Hopfen sind zu schmecken.

Mit diesem Bier erh√§lt man schon ein richtig eigenes und spezielles Bier, wie es beim Braskadi ebenfalls zutrifft. Die Review f√§llt zwar k√ľrzer aus, aber das mildert das Urteil eines tollen Bieres nicht ab. Von den Franzosen werde ich noch einige Flaschen kaufen. Denn nach Klischees kann der Franzose ja nur Wein und Baguette, aber die machen auch richtig geiles Bier und vor allem experimentieren die Jungs von Debauche sehr viel herum.

Wer auf Experimente steht, dem kann ich solch ein gereiftes Bier mit Palo Santo nur ans Herz legen. Sicherlich wird der ein oder andere mich daf√ľr verfluchen, da er mit dieser Aromafracht des Holzes nicht klarkommen wird. Es ist sicherlich sehr holzig im Geschmack, man muss sich darauf einlassen k√∂nnen, gerade wenn die √§therischen √Ėle etc. einsetzen. Ich freue mich, dass ich mir davon zwei Flaschen bestellt habe, eventuell gebe ich der Flasche mal ein paar Jahre Zeit im Keller und gucke, was dann mit dem k√∂stlichen Gebr√§u passiert ist.

Krone:

Beim Eingießen gibt es eine schöne Espressokrone, aber die ist ruckzuck weg.

Bewertung auf
ratebeer: – Punkte 4.22/5 Punkte
untappd: 4.27/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus L√ľbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne gro√üen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 6,85 ‚ā¨

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich w√ľrde dieses Bier wieder kaufen: Ja

Begr√ľndung:

4.25 – 4.30


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