Kuehn Kunz Rosen – Äbbeltizer- Edition 2022 Granny Smith (Deutschland/Mainz)

Kuehn Kunz Rosen – Äbbeltizer- Edition 2022 Granny Smith

Review: #307 (07.03.2022)

Es kommt gleich glatt noch eine Review zu einem Bier aus dem Hause KKR! Ein für mich nicht ganz unbekanntes Bier, denn diesen Sud hatte ich zumindest als Äbbeltizer Pinova im letzten Jahr probieren dürfen, da war es allerdings ein heller Bock, mit 6,3% und mit der Apfelsorte Pinova gebraut. Wen die „alte“ Review interessiert, der darf hier klicken.

Ich zitiere aus meiner bereits erstellen Vorstellung, mit einem kleinen Zusatz:

,,Für das Äbbeltizer gibt man bei der Gärung frischen, gekelterten (beim Keltern wird die Maische, sprich die Mischung aus Fruchtfleisch, Kernen, Schalen und Saft, in einer Kelter zerdrückt) Apfelsaft hinzu. Die Äpfel stammen aus Rheinhessen, von den Feldern Sulzheims. Die Apfelsorte ist ̶Pi̶̶n̶̶o̶̶v̶̶a̶. (hier: Granny Smith).“

Die 2022 Variante ist ein helles Lager, welches 5,5% besitzt, auf Zimt wird dieses Jahr verzichtet, dafür gibt es Weizenflocken und Zitronensaft als Zugabe. Lager gehören wie helle Bockbiere nicht zu den Bierstilen, denen ich in der Regel persönlich viel Beachtung schenke. Schlecht finde ich zwar beide Stile nicht, aber mein Interesse gilt dem dunklen Gold. Das Äbbeltizer aus 2021 habe ich gut in Erinnerung, von daher freue ich mich natürlich auf den Sondersud aus 2022 und diesen probieren zu können. Eine meiner Fragen, ob Sude erneut gebraut werden, wird somit minimal beantwortet. Dieser Sud wurde nun jedoch abgeändert, womit die Frage am Ende wieder offen ist. Egal…Das man die Zusammenarbeit mit dem lokalen Obstbauern fortsetzte, sehe ich für beide Seiten als eine tolle Geschichte an.

Das Etikett ist passend zum grünen Granny Smith und der Zitrone, mit grünen und gelben Flecken versehen worden. Ich mag ihre Gestaltung sowieso, weil die Farbklekse zu den Grafiken oder zu einem einzelnen Buchstaben immer sehr ästhetisch aussehen.

Infos:
Alkoholgehalt: 5,5%
IBU: 17
Inhalt: 0,33 l

kcal: –
Herkunft: Deutschland/Mainz

 

Zutaten:

Weizenflocken, Apfelsaft (Granny Smith), Zitronensaft

Geruch/Aromen:

Es riecht nach vergorener Hefe, leicht weinartig und fruchtig. So dürfte frischer Most duften. Kann man das mit einem Cider vergleichen? Einladend ist das allemal.

Geschmack/Aussehen:

Es ist absurd so einen „Apfelsaft“ im Glas zu sehen, da ich zu 99% Stouts trinke. Eine schöne zwei Zentimeter Krone verpufft schnell. Schade, aber es bedeckt ein wenig Restschaum die Oberfläche.

Der Körper für 5,5% beeindruckend voll, auch wenn ich ihn im Bereich medium einsortiere. Der Geschmack ist ebenfalls medium voll. Ein tolles, cremiges Mundgefühl fabrizieren die Weizenflocken.

Hmmmmm…der erste Schluck überrascht mich sehr angenehm.

Joa, also malzig ist so ein Lagerbier immer. So spritzig, wie es das Äbbeltizer ist, ist es jedoch um Längen nicht. Man bekommt direkt Säure durch den Apfel und die Zitrone per Infusion. Sauer macht lustig, aber es hält sich meiner Meinung sehr gut im Rahmen. Es schmeckt lecker fruchtig und säuerlich, nach Zitrone, vergorenen Äpfeln und vergorener Hefe oder kurzum nach einem Apfelwein / Most / Cider. Der Apfel kommt sehr gut heraus, es schmeckt aber immer noch nach Bier und driftet nicht vollends zum Cider ab. Ob das nun fachlich richtig aufgezählt ist? Ich weiß es nicht, weil es nicht so mein Gebiet ist.

Das Ende ist malzig, getreidig, apfelig, hefig und typisch, wie ein Lager/Pils so schmeckt.

Was ich dafür weiß ist, dass mir das Äbbeltizer 2022 sehr gut gefällt. So gut hatte ich selbst das ’21 nicht im Kopf, dafür wird sich diese Abfüllung in meinem Kopf manifestieren. Katrin schrieb „Das passende Bier zum Start in den Frühling“. Für mich ist das ein perfektes Sommerbier, weil es so wunderbar säuerlich / erfrischend ist! Es ist sehr spritzig und hat eine relativ hohe Rezens.

Vom Alkohol schmecke ich nichts, könnte auch ein Alster sein. Der Nachgeschmack hält sich wie ich finde recht lange am Gaumen. Poaaaah, also vom Äbbeltizer würde ich mal gerne die BA Variante probieren. Insgesamt würde ich diese Charge gerne nochmal in der Produktion sehen. Das Äbbeltizer hat mich aus unserem Paket ehrlich gesagt am meisten fasziniert und überzeugt.

Ich möchte unbedingt eine Kaufempfehlung für dieses Bier aussprechen. Mit 2,09 Euro könnte ihr nichts verkehrt machen, außer ihr könnt einen säuerlichen Geschmack nicht ausstehen, dann solltet Ihr davon eher die Finger lassen, wer aber auf Trolli Saure Würmer etc. steht, der wird Gefallen an diesem Bier finden.

Beer Of The Week (Offenbarung vs Äbbeltizer):

Ganz klar das Äbbeltizer!

Bewertung auf
ratebeer: –
untappd: 3.61/5 Sterne

mein Score: 4.14


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus Lübeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 2,09 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich würde dieses Bier wieder kaufen: Nein


Empfiehl uns gerne weiter!

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