Jackie O’s Pub & Brewery – Dark Apparition (Vanilla & Coffee Bean Bourbon Barrel 2020) (USA)

Jackie O’s Pub & Brewery – Dark Apparition (Vanilla & Coffee Bean Bourbon Barrel 2020)

Jackie O’s Pub & Brewery – Dark Apparition (Vanilla & Coffee Bean Bourbon Barrel 2020)

Review: #220 (23.08.2020)

Die Einleitung gibt es heute einfach hier. 2019 konnte und habe ich beim BA Dark Apparition zugeschlagen, dieses Jahr sollte es erneut der Fall sein, auch wenn die Amerikaner unverschämt teuer geworden sind und bedeutend mehr Geld fordern. Für gut 15 Euro fand ich das Bier schon teuer, jetzt waren es glatt 4 Euro mehr… Trotzdem wollte ich mir die Vanille & Coffee Variante in diesem Jahr nicht entgehen lassen.

Zumindest den Kaffee holte man sich lokal aus der Stadt, ob es bei der Vanille ebenso so ist…? Zum Fass und der Lagerdauer wird auch kein Wort verloren, also wie meistens alles wie gehabt. Da würde ich mich aber am normalen Barrel Aged orientieren und 8 bis 12 Monate sagen.

Infos:
Alkoholgehalt: 12,8%
IBU: –
Inhalt: 0,375 l

kcal: 345
Herkunft: USA

Etikett/Aussehen:

Schwarzer Hintergrund, Jackie O’s in weiß und goldumrandet oben, mit dem Fasslogo. Dark Apparition bedeutet in der Übersetzung dunkle Gestalt und diese soll auf dem Etikett abgebildet werden, hier ist sie sogar vergoldet. Bourbon Barrel steht in einem Bogen und darunter Dark Apparition, jeweils auch in weißer Schrift. Die Schriftart erinnert mich irgendwie an eine Piratenschrift. Mir taugt es nicht, aber es ist dafür an den Titel des Bieres angelehnt und hat immerhin einen Bezug. Was ich hingegen cool finde, ist, dass man auf der Rückseite den Bundesstaat als Umriss abbildet und den Jahrgang des Bieres festhält. Die Flaschenform gefällt mir auch richtig richtig gut, der Flaschendeckel hat auch das Fass aus dem Logo abgebildet, dazu erhält man bei 0,375 Liter auch eine kleine Zugabe. Einzige Neuerung ist der Schriftzug Vanilla & Coffee Bean.

Zutaten:

Das Bier wird auf gerösteten Kaffeebohnen und Vanilleschoten gereift.

Geruch/Aromen:

Im Geruchstest schlägt sich das Bier genauso gut, wie es schon beim Bourbon Barrel Dark Apparition der Fall war. Süßer Duft von Molasse, geröstetes Malz, Bourbon, Schokolade, Holzaromen, Würze und verstärkt zeigt sich hier im Duft Kaffee und Vanille. Lakritz möchte ich in dieser Variante nicht finden, aber erneut ein leicht fruchtiges und säuerliches Aroma. Von der Nase her gefällt mir das Bier wieder.

Geschmack:

Beim gleichen Ausgangsbier lassen sich häufig direkte Parallelen finden, deshalb verwundert es nicht, das auch das Coffee & Vanilla Bean durch das Bourbonfass erstmal dünner wirkt, jedoch gefestigt im Mediumbereich sitzt. Ölig ist es, wie ein sehr großer Teil meiner probierten Flaschen/Dosen. Der Geschmack ist kräftig und voll. Die restlose Begeisterung mit dem ersten Schluck stellt sich hier aber nicht sofort ein. Es schmeckt zwar gut, aber…

Mit viel und kräftigen Malznoten startet das Bier, aber da leisten die 7 unterschiedlichen Malzsorten wahre Arbeit. Das Bier strotzt nur so vor Kraft.

Ich finde die Restsüße gelungen, der Geschmack von Molasse oder braunem Zucker ist auch wieder von der Partie. Gegen die Süße wird mit Bitterkeit, Röstaromen und einer leichten Kräutrigkeit entgegengewirkt. Dieser herbale Touch wird durch europäische und amerikanische Hopfen verursacht. Was man dem Bier hoch anrechnen muss, ist der kräftige Holzcharakter. Gerade erst neulich erwähnte ich, dass wenige Biere eine so hohe Intensität an Holzaromen aufweisen, aber das Bier reiht sich gnadenlos mit ein. Es schlägt in die gleiche Kerbe ein, aber das ist gut so, weil solche Bier unglaublich fordernd sind.

Ja das Bier beeindruckt doch irgendwie, weil es so kräftig ist, weil es diese Ecken und Kanten besitzt.

Ab dem Mittelteil schlägt der Bourbon zu, aber auch die Vanilleschoten bekräftigen diesen Eindruck. Dazu erhaltet ihr dann Kaffee, mit dem Hang zum Espresso, ich würde ja auch noch Zartbitterschokolade nennen, aber der Kaffee ist hier unverkennbar. Ein säuerlicher Geschmack tritt auch auf, dass schiebe ich meistens auf den Kaffee. Danach und auch dazwischen bekommt man immer wieder einen Schlag vom Eichenfass verpasst. Das war schon ein gut ausgebranntes Fass.

Irgendwie schwingt hier auch ein erdiges Aroma mit, was mir gefällt. Unterschiede lassen sich wirklich feststellen. Im Geruch hatten wir ja einen fruchtigen Touch gefunden und den möchte ich auch hier mit Rosine festhalten.

Das Ende besteht aus wiederkehrenden Schichten von Holz, Bourbon, Kaffee, Bitterkeit, Röstaromen, Karamell, Frucht, Vanille, Würze und herbalen Noten. Die Bitterkeit ist ein gutes Stück weit ausgeprägt. Ganz langsam ebben die Schichten nach jedem Schluck ab und verstärken sich wieder, wenn man zum neuen Schluck ansetzt. Dass es nun zum Ende hin trocken wird brauche ich nicht mehr erwähnen oder? 🙂 Den Nachgeschmack habe ich ja schon als lange beschrieben, es fehlt nur noch der Alkohol und auch in diesem Bier ist er deutlich zu erkennen.

Fazit? Das Vanilla & Coffee Bean überzeugt, aber das Standard BA gefällt mir noch eine Portion besser. Wo liegt der signifikanteste Unterschied? In der Intensität vom Geschmack mit Kaffee und Vanille, dieser Punkt gefällt mir bei diesem Bier wohl sogar einen Hauch besser. Man muss aber auch sagen, dass viele an diesem Bier scheitern werden, weil es einfach dermaßen intensiv an Holz ist. Der Bourbon dürfte auch nicht jedermanns Geschichte sein. Es ist wie erwähnt eher kompromisslos, fordernd, fast anstrengend, aber wer sich darauf einlässt wird entlohnt oder auch belohnt.

Der Jahrgang 2020 hat 4.37 Punkte, es gibt aber auch immer eine Bewertung mit allen Jahrgängen, wo sie bei ca. 4.27 Punkten liegt und damit arrangiere ich mich schon eher.

Beantwortete ich bei der anderen Version die Frage, ob es sich lohnt mit ja, muss ich hier dann leider mit einem nein antworten. Der Geschmack taugt mir zwar, aber 19 Euro sind unfassbar viel Geld. Meine Mutter würde da am liebsten mit 38 Mark um die Ecke kommen, aber diese Zeiten sind nun einmal vorbei… 😀

Krone:

Hier gibt es kaum etwas zu sehen.

Battle Of The Week (Maiden 2019 vs Dark Apparation):

Maiden 2019

Bewertung auf
ratebeer: 100 Punkte 4.05/5
untappd: 4.37/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus Lübeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 18,95 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich würde dieses Bier wieder kaufen: Nein

Begründung:

Dann lieber die normale Bourbonfassversion, aber für 19 Euro ist es insgesamt zu viel des Guten. 4.25 Punkte würde ich trotzdem wegen des Geschmacks verteilen wollen.


Empfiehl uns gerne weiter!

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