Founders – Imperial Stout (USA)

Founders - Imperial Stout

Founders – Imperial Stout

An diesem Wochenende (27.03.2020) soll es mal wieder Craft Beer aus den USA geben – nicht weil das Thema Corona hier sinnbildlich wie eine Bombe eingeschlagen ist, sondern weil das Imperial Stout schon seit einem gewissen Zeitraum auf meiner Liste steht. Besonders gefallen hatte mir das Breakfast Stout und das Sumatra Brown Ale aus der Core Range. Nun sah ich das Imperial Stout und habe mich nicht lange bitten lassen, es in den Korb zu packen.

Alle Neulinge oder Neulinge, die dann zu Founders gefunden haben, k├Ânnen sich hier ein paar Backgroundinformationen ziehen.

Das Imperial Stout selbst ist ein saisonales Bier und ist ab dem 8. November in den Staaten zu erhalten. Auf ratebeer hat das Bier eine brutale Bewertung, w├Ąhrend es auf untappd hingegen nicht so zelebriert wird. Ich setze ja was Bewertungen angeht eher auf ratebeer, von daher bin ich mal sehr gespannt, welcher Bewertung ich dieses Mal zustimmen kann. Dazu handelt es sich bei diesem Bier auch mal wieder um ein nicht fassgelagertes BA Bier. Ich finde ja sowas immer wieder gut, um dann mal den Unterschied zu schmecken und feststellen zu k├Ânnen.

Infos:
Alkoholgehalt: 10,5%
IBU: 75
Inhalt: 0,355 l

kcal: 315
Herkunft: USA

Etikett/Aussehen:

Zu sehen gibt es gar nicht so viel, einen ausgeblichenen Hintergrund und vorne prangt ein Wappen mit zwei K├Âpfen von einem (meiner Meinung nach) Fabelwesen. Jeder Kopf tr├Ągt eine Krone und eine weitere Krone liegt zwischen den beiden K├Âpfen. Das Wappen selbst hat eine R├╝stung, worauf ein Reiter auf einem Pferd sitzt. Mir gef├Ąllt die Farbgebung, denn das Wappen ist in einem Blauton und dar├╝ber wird in einem purpurnen Rahmen Imperial Stout festgehalten.

Zutaten:

Ich halt hier einfach mal Fest, dass man 10 (ZEHN!) verschiedene Malze verwendet hat.

Geruch/Aromen:

In der Zutatenliste sind ja 10 verschiedene Malze genannt und so riecht es auch. Boa, riecht das gut und lecker. Malz, Malz und nochmal Malz. Es gibt einfach Malz in H├╝lle und F├╝lle, sch├Ân ger├Âstet. Ganz klar sind hier auch noch Kaffee und Schokolade zu riechen. Ansonsten finde ich noch ein fruchtiges Aroma (Pflaume) und man k├Ânnte auch Tabak in der Nase haben. Die Nase kann schon mal sehr ├╝berzeugen. Eine leicht erdige Note kann ich noch ausmachen. Los, Abfahrt und rein ins Bier.

Geschmack:

Tats├Ąchlich h├Ąlt die Nase, was sie verspricht. Tonnen und nochmal Tonnen voll mit Malz knallen an den Gaumen. Herrlich. Vom K├Ârper her l├Ąsst es sich von schwer/voll bis medium einordnen, so wird es auch auf dem R├╝ckenetikett beschrieben, ich tendiere aber doch eher in Richtung medium. (Es wird noch hinten erw├Ąhnt, dass man das Bier auf Kellertemperatur trinken soll und tats├Ąchlich wurde das Bier mit der Erw├Ąrmung richtig voll. Auch beim Mundgef├╝hl liegt man total richtig, es ist einfach unheimlich cremig.)

Das Malz bringt aber auch Rests├╝├če mit sich, vor allem aber ger├Âstetes Malz. Der Hopfen hingegen bringt direkt viel Bitterkeit mit sich. Was man in der Nase erkennt, bekommt man ansonsten auch komplett im Geschmack kredenzt. Es ist viel Zartbitterschokolade vorhanden und sie ├╝berschneidet sich mit dem Geschmack von Kaffee. Kaffee wird bei der ├╝bermorgigen Review ├╝brigens eine tragende Rolle spielen.

Ja, der Geschmack ist richtig kr├Ąftig und voll, so soll es sein, wobei ich mir gut vorstellen kann, dass sich hier auch der ein oder andere daran st├Âren k├Ânnte, da es schon sehr intensiv ist und in Kombination dazu kommt wirklich viel Hopfenbitterkeit (75 IBU) um die Ecke geschossen. Vom Malz wird sicherlich auch eine Portion Bitterkeit durch die R├Âstaromen beigetragen. Die Tabaknote in der Nase l├Ąsst sich auch im Geschmack erkennen.

In der Nase hatten wir dann ja noch einen fruchtigen Touch und auch den finde ich hier minimal wieder, da weiche ich von der Pflaume auch nicht ab. Eigentlich bin ich die fruchtige Komponente ja immer eher von einem Russian Imperial Stout gew├Âhnt. Aber was soll ich gro├č sagen? Es passt hier rein und f├╝gt sich wie ein Puzzlest├╝ck ins Gesamtbild ein.

Was ich hingegen nicht sagen kann, ist, dass die Bitterkeit ausbalanciert ist, zumindest nicht im Mittelteil, denn dort dominiert sie sehr tyrannisch. Eine Nuance, die mir erst mit der Zeit klar wird, ist diese kr├Ąutrige Note. Es k├Ânnte auch schon fast so grasige Sch├Ąrfe sein, wie man sie h├Ąufig bei IPAs erlebt.

Den Alkohol finde ich gut eingebunden, obwohl ihn andere Reviewer h├Ąufig hervorgehoben beschreiben.

Zum Ende hin kommt dann aber alles Gute wieder zur├╝ck und findet zusammen. Genau das, was dieses Bier ausmacht, der Geschmack von Kaffee, Schokolade und Malz. Der Nachgeschmack bleibt noch einige Zeit pr├Ąsent.

Ein wirklich tolles Bier, welches auch ohne Fassreifung super auskommt. Ich f├╝r meinen Teil kann nur sagen, dass mir die Bewertung auf ratebeer deutlich besser zugesagt hat. Mit fast 5 Euro ist dieses Bier nun allerdings auch nicht vollends g├╝nstig. Gerade De Molen bringt f├╝r 80 Cent schon eine Fassreifung mit. Erst hatte ich beim Preis ebenfalls 10 Punkt verteilt, bis mir dann De Molen eingefallen ist. Es ben├Âtigt nicht immer eine Fassreifung und ein 15 Euro Bier gibt einem nicht die Garantie f├╝r das beste Bier, was man jemals getrunken hat. Auch dieses Bier f├Ąllt nicht darunter, aber f├╝r knapp unter 5 Euro gef├Ąllt mir das Bier dennoch sehr gut.

Krone:

Seht ihr auch was ich sehe? 2 FINGERBREIT FETTER DICKER Schaum. Und in was f├╝r einer Farbe!

Bewertung auf
ratebeer: 100 Punkte 4.15/5
untappd: 4.06/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus L├╝beck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne gro├čen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 4,69 ÔéČ

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich w├╝rde dieses Bier wieder kaufen: Ja

Begr├╝ndung:

auf untappd wird das f├╝r mich eine 4,5 geben.


Empfiehl uns gerne weiter!

1 Kommentar zu „Founders – Imperial Stout (USA)

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