Salvador – The Beans (Brasilien)

Salvador – The Beans

Review: #282 (10.07.2021)

Gerne wĂĽrde ich ĂĽber die Brauerei Salvador sprechen, wenn man an Informationen kommen wĂĽrde…

Generell stellen sie auf dem Blog eine Neuheit dar, aber da sind mir die Hände gebunden. Wo befindet sich zumindest die Brauerei genau? Brasilien und ganz genau in einer Großstadt, die auf den Namen Caxias Do Sul hört. Das liegt so ziemlich im Süden von Brasilien.

Ich hatte schon bei diversen Dosen einen Kauf in Erwägung gezogen, aber schlussendlich waren diese dann schon vergriffen oder ich schmiss sie aus dem Warenkorb hinaus. Beim „The Beans“ sollte die Premiere dann aber klappen.

Im Text auf untappd steht, dass man sich in der Pandemie neu erfinden wollte oder ähnlich. Das Thema sollte Kaffee und Kakao sein. Dafür holte man sich die Hilfe (als Kollaboration) von den Freunden Dude Coffee Co. (Kaffee) und für die Kakaobohnen von Negro Doce Chocolataria. Beim Kaffee erhält man Noten von Milchschokolade und einen hohen und likörartigen Körper. Die Kakaobohnen wurden ebenfalls geröstet und die Kaffeebohnen zusätzlich unterstützt.

Das The Beans wird zwischen Stout und Pastry Stout liegen und kommt ohne Fassreifung aus.

Infos:
Alkoholgehalt: 11%
IBU: 60
Inhalt: 0,473 l

kcal: 440
Batch: 235A
Herkunft: Brasilien

Zutaten:

  • Kaffee
  • Kakaobohnen  (sicherlich auch Hafer und vielleicht Lactose)

Geruch/Aromen:

In der Nase bekommst du genau das, was dir die Brauerei verspricht. Es riecht nach geröstetem, süßem Malz und dazu kommen vor allem Schokolade und auch Kaffee. Das ist ein wohlriechender Cold Brew der vor einem steht.

Geschmack/Aussehen:

Wie zu erwarten gibt es bei einem Gebräu ohne Fass auch Schaum (feinporig), jedoch kann sich dieser nicht lange halten, am Außenrand verbleibt ansehnlich ein Rest davon.

Körper? Schwer, voll, Sirup, viskos und ölig. Geschmack? Volles Feuerwerk am Gaumen, kräftig, voll, intensiv und sehr cremig. Hier vermutete ich ja die Zugabe von Hafer und dabei bleibe ich auch.

Erster Schluck? Lecker und gefällt mir.

Du erwartest viel Kaffee und Schokolade und genau das gibt es hier in Tonnen, ja du wirst damit bombardiert und zugeschĂĽttet und wenn du denkst, dass es das war, dann kommt die gleiche Ladung nochmal auf dich zugewalzt. Der erste Schluck ist gigantisch und jeder weitere tut es dem ersten gleich.

Es wird sĂĽĂź und Röstaromen vom Malz ĂĽberfluten den Gaumen. Ich wĂĽrde sagen, in diesem Bier gibt es keine groĂźe „Komplexität“, wenn man es auf diverse unterschiedliche Aromen und Nuancen bezieht. Sieht man den reinen Geschmack, dann ist es aber wieder komplex.

Hat man das süße und bitter/röstige Malzkonstrukt hinter sich gelassen, dann wird man im Mittelteil mit leckerster Milchschokolade und Kaffee überhäuft und belohnt. Den süßen Part finde ich überhaupt nicht so stark und auch die 60 IBU würde ich im Leben nicht erkennen. Die einzige Lösung ist, dass es so perfekt ausbalanciert wurde. Ja, definitiv herrscht in diesem Bier eine perfekte Balance. Beeindruckend. Hier herrscht ein tolles, seichtes Mundgefühl und wieder werde ich den Gedanken an Hafer nicht los.

Verdammt ist dieser intensive Geschmack vom Kaffee imponierend, da hat man wohl eine tolle Wahl getroffen und das perfekte Lot ausgewählt. Also es ist ja nicht nur intensiv, sondern auch verdammt lecker. Bei der Schokolade schwankt es zwischen der angekündigten Milchschokolade, aber es lässt sich auch Zartbitterschokolade schmecken. Bei dem süßlichen Part darf man wie immer Karamell nennen. Die Hauptrolle spielt aber nur der Kaffee und die Schokolade, dürfte bei dem Thema jedoch nicht groß verwundern. Leichte Moccaaromen finde ich, aber was ich noch eher finde, ist eine leichte Säure vom Kaffee und ein fruchtiger Geschmack (dunkle rote Früchte) versteckt sich im Bier. Die Geschmacksfreaks versuchen ja immer noch mehr zu finden, ich würde geröstete Kokosnuss, Vanille und Lakritz in den Pot werfen, dann bin ich am Ende.

Das Ende bietet keine Neuerungen. Kaffee, Schokolade, Röstaromen, wobei die Bitterkeit hier fast zum ersten Mal eine Nase vorne liegt. Der Abgang wird recht trocken. Vom Alkohol lässt sich null finden, top eingearbeitet worden und der Nachgeschmack hält sich ewig lange.

Erster Schluck v2? Im Kopf hingen direkt die 4,45 Punkte von untappd im Kopf. Und? Ich sag es mal so, aus Brasilien hatte ich bisher noch von Augustinus und Trilha Biere. Bei Augustinus hatte ich aufgrund von 0815 bis okay-ish keine Lust eine Review zu verfassen. Bisher überzeugte mich Trilha am meisten und dabei bleibt es auch. Die 4,45 Punkte finde ich beim The Beans minimal über das Ziel hinausgeschossen. Ganz bestimmt ist das ein sehr leckeres Bier, aber bei 4.35 Punkten sehe ich mich eher, weil ich die Biere von Trilha im Vergleich höher bewerte.

Wahrscheinlich liest sich die Review sogar besser von der Bepunktung her, aber Trilha hat da fĂĽr mich noch mehr Raffinesse und deshalb komme ich zu dieser Entscheidung. Rund 7 Euro kann man auf 0,3 Liter errechnen, was ich fĂĽr die Leistung und den Geschmack als gerechtfertigt ansehe. Auch hier hat Trilha aufgrund von tieferen Preisen die Nase vorne.

Bewertung auf
ratebeer: – (4.26 aus 5 Reviews)
untappd: 4.45/5 Sterne

mein Score: ~4.35


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 11,95 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja


Empfiehl uns gerne weiter!

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