Jopen – Onheilsprofeet (BA Linie Aquavit) (2017) (Niederlande)

Jopen – Onheilsprofeet BA Linie Aquavit

Heute präsentieren wir euch mal ein etwas exotischeres Craftbier. Beim Onheilsprofeet handelt es sich eh schon einmal um ein Smoked Russian Imperial Stout. Jetzt kommt es aber: Dieses Bier wurde für 286 Tage in Fässern von Linie Aquavit gereift. Dazu wurde das Bier mit Wacholderbeeren und rosa Pfeffer eingebraut.

Kleiner Fun Fact am Rande, ich habe mir dieses Bier mit der Fassreifung gar nicht bestellt, denn ich wollte ursprünglich dieses Bier nur mit der Reifung im Bowmore & Bunnahabhain Fass haben. Dieser Exot ist also unfreiwillig bei mir angekommen, aber vielleicht haut es mich ja auch um.

Infos:
Alkoholgehalt: 12,5%
IBU: 60
Inhalt: 0,33 l
Herkunft: Niederlande

Batchnummer: 16161

Von Jopen hatte ich bisher zwei Biere, die in ihrer Datierung sicherlich auch schon gut zwei bis drei Jahre zurückliegen, aber ich habe Jopen positiv in Erinnerung.

Das Etikett ist in einem schicken dunklen Grün, dazu wird Limited Edition vermerkt und die Fassreifung. Dazu besitzt das Etikett noch ein Relief. Ich hoffe, dass es nicht über 16000 Fässer gibt, ansonsten würde ich halt denken, dass man so künstlich eine Limitierung erzeugen möchte… Für mich sind Limitierungen immer ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite bekommt die Ware oder hier das Bier einen Exklusivstatus, es erscheint einem einfach besonderer, wobei Limited natürlich auch saisonal bedeuten kann, gerade die BA Biere mit Wachs über dem Korken vermitteln aber trotzdem einen ganz anderen Charakter/Wert. Wenn ich dann allerdings Batch 16161 lese, dann kommt mir das gar nicht mehr so exklusiv und limitiert vor…

Was ich schon einmal erwähnen kann, ist, dass sich der Schaum beim Eingießen schon schwer tat und dann auch sofort die Beine in die Hand genommen hat. Da bleibt echt nur noch ganz wenig am Rand übrig.

In der Nase tatsächlich interessant: Es ist ein Mix aus Malz, röstigen Noten, einer fruchtigen Note, Süße, Schokolade/Kaffee, Alkohol. Vom Fass kann ich nichts riechen, ich habe allerdings Aquavit auch nicht in der Nase. Da habe ich eventuell einmal so eine Flasche in der Hand gehalten.

Erwähnt wird auf der Rückseite, dass der Aquavit dem Bier seine röstigen und rauchigen Aromen mildern soll und Noten von Schokolade und Lakritz entfaltet.

Das Bier schmeckt, wie ich es von Russian Imperial Stouts gewöhnt bin, malzig, röstig, schokoladig/Kaffee, es ist eine fruchtige Komponente vorhanden. Das geräucherte Malz kommt trotzdem noch gut zur Geltung. Danach kommt so ein Mix aus Süße, leicht säuerlich, Fassaromen, es wird sehr kräutrig, was ich hier dann dem Wacholder und Aquavit zuordnen würde. Die Lakritze findet man definitiv. Der Schluss offenbart dann auch noch Bitterkeit, im Wechselspiel mit den röstigen Noten und es wird sehr trocken. Der Pfeffer kommt auch eher zum Ende heraus.

Es handelt sich beim Onheilsprofeet wieder um so ein Bier, wo man wirklich immer wieder einen neuen Geschmack findet.

Ich bin ehrlich: Ich bin solchen Experimenten nicht abgeneigt, aber hier wusste ich es nicht so ganz genau. Im Endeffekt ist es aber ein gutes Bier. Warum das Bier dann auf ratebeer so semi abschneidet, liegt denke ich an den Kräuternoten und der Fasslagerung.

Die Aquavit Lagerung ist auch eher in den skandinavischen Ländern vertreten, da es dort häufig das Nationalgetränk darstellt.

Nachfolgend noch die zwei Whiskys, an die ich eigentlich gedacht hatte:

Bewertung auf
ratebeer 88 Punkte 3.53/5 Sterne
untappd 4.02 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


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Die Crafter

Zwei Kollegen aus Lübeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 5,90 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich würde dieses Bier wieder kaufen: Nein

Begründung:

War die Erfahrung wert, aber was diese Richtung angeht, hatte ich schon bessere Craftbiere.


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