Fierce Beer – B.A. Maple V.B.M. (Small Batch Edition 19.0) (Schottland)

Fierce Beer – B.A. Maple V.B.M.

Fierce Beer – B.A. Maple V.B.M.

Wochenende! Es wird eingeläutet und der Bierschrein präpariert. Heute (18.10.2019) möchte ich mit einem Bier von der Brauerei Fierce aus Aberdeen (Schottland) beschäftigen. Auch Fierce ist für mich bisher komplettes Neuland. Allerdings hat mich diese Dose schon echt gut Nerven gekostet, denn als ich meine Bestellung aufgeben wollte, kam die Meldung, dass meine bestellte Menge nicht zur Verfügung steht, also hieß es wochenlang warten, bis dann endlich Nachschub eintraf. Aberdeen liegt im Osten Schottlands und direkt an der Küste.

Beim B.A. Maple V.B.M. (Very Big Moose ĂĽbersetzt „sehr groĂźer Elch“) handelt es sich um ein BA Imperial Stout, welches mit Bockshornklee und Ahornsirup gebraut wurde. Interessant, denn diese krautige Pflanze hatte ich bisher auch noch in keinem Bier – ich kann nicht einmal sagen, wonach dieser Klee denn nun schmecken sollte. Auf jeden Fall wurde das Bier dann neun Monate in Bourbonfässern (in diesem Fall scheint der Ahornsirup wirklich hinzugefĂĽgt worden sein und war nicht vorher schon im Bourbonfass vorhanden) gelagert, auf dem Gebiet fĂĽhlen wir uns dann auch wieder sicherer und wohler, aber ich bin mal gespannt, welchen Geschmack der Bockshornklee an das Bier abgegeben hat und in welcher Form er diesen beeinflusst. Meine erste Googlesuche spuckt zumindest „bitter, sehr aromatisch und leicht scharf“ aus. Das nehme ich erstmal so zur Kenntnis.

Auf ihrer eigenen Seite sind sie schon mal nicht sonderlich bescheiden „Wir machen wirklich geschmacksintensive und unvergessliche Biere“, sondern gesund selbstbewusst. Wen die Geschichte, die Ziele der Brauerei und weitere AbfĂĽllungen interessieren, der kann hier mehr erfahren: Fierce Beer.

Das B.A. Maple V.B.M. gehört zu deren Small Batch Edition und in diesem Fall Batch 19.0.

Infos:
Alkoholgehalt:  12,5%
IBU: –
Inhalt: 0,33 l

Kcal: 375
Herkunft: Schottland

Etikett/Aussehen:

„Wir haben auffälliges Marketing, Etikettierung und ein groĂźartiges Logo, das sofort erkennbar ist.“ Joa, diese Dose ist komplett schwarz gehalten und wurde mit grĂĽnen Linien, grĂĽner Schrift und dem Firmenlogo, einem grĂĽnen Hopfen, dem Augen und Nase hinzugefĂĽgt wurden, ein Gesicht welches ĂĽbelst mies dreinschaut. Ich fĂĽhle mich da direkt an den Grinch erinnert. Man könnte sagen, es wird hier äuĂźerlich und oberflächlich wenig Trara betrieben, was mich auf ein geiles Bier positiv einstimmt.

Zutaten:

Bockshornklee und Ahornsirup; unsicher bin ich mir beim Rest, denn die Basisversion vom V.B.M. enthält kolumbianischen Kakao, Vanille aus Madagaskar und einen Hauch von Zimt. (Um hier kurz vorzugreifen: Rein vom Geschmack würde ich diese Geschmacksnoten wiederfinden wollen.) Da dies das Basisbier darstellt, gehe ich davon aus, dass diese Zutaten ebenfalls enthalten sind.

Geruch/Aromen:

Zum Geruch… GEILO. Super viel Ahorn, viel Bourbon Schoko / Kaffee und Röstmalz. In der Nase macht es schon mal ordentlich SpaĂź.

Geschmack:

Beginnen wir mit dem Körper, dieser schwankt zwischen medium und voll. Die Reifung im Bourbonfass lässt das Bier zum Ende hin dünner werden/wirken, da es unfassbar trocken wird. Was serviert uns nun aber das Bier?

Das Konstrukt besteht wie gewohnt aus röstigem Malz. Der Kaffee und die Schokolade geben sich die Klinke in die Hand und dazu gibt es einen süßen Geschmack, der hier durch den Ahornsirup verstärkt wird und mit der Restsüße vom Malz zurückbleibt. Eine leichte Zimtnote kann man diesem Bier nicht absprechen, auf jeden Fall gut würzig und eine leichte Schärfe, die sowohl von der Lagerung im Fass, dem Zimt, als auch von dem Bockshornklee verstärkt wird. Sicherlich ist das Maple VBM auch minimal boozy. Ja man bekommt hier Schokolade, Bourbon mit Vanille über die Zunge geschüttet, kurz blitzt noch getrocknetes Obst auf. Der Ahornsirup ist im Prinzip die gesamte Zeit vorhanden, nur dass er am Anfang die Süße zeigt, dann aber ab dem Mittelteil seinen Geschmack vollständig auftischt und mit der Vanille und dem Bourbon in einer guten Balance steht. Der Ahornsirup gibt einfach diesen unvergleichlichen Geschmack an das Bier ab, den ich wirklich richtig gerne mag. In Kochshows wird immer gerne das Wort umami verwendet und genau das trifft für mich bei Bier mit Ahornsirup zu.

Bei den IBU wurde keine Angabe gemacht, die Bitterkeit steht für mich in Bezug auf die Süße ebenfalls in guter Balance, nur liegt die Süße eine Nasenspitze vorne. Müsste ich eine Angabe zu den IBU machen, dann würde ich wahrscheinlich 50-60 schätzen, die Süße ist relativ präsent, aber die Bitterkeit gleicht es wirklich fast zu 50% aus. Dieses Bier weist cremige, ölige und nussige Töne vor.

Als das Bier noch kalt war, muss ich gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht war (gerade in Bezug auf die lange Wartezeit und da mir dadurch andere Biere durch die Lappen gegangen sind), weshalb auch der Punkt Geschmack erst klein ausfiel, durch die Erwärmung gefällt mir das BA Maple VBM jedoch immer besser. Man kommt nicht drumherum dem Bier eine Komplexität auszusprechen. Es ist jetzt nicht das Bier der Biere und es gab schon ein Dutzend anderer Biere, die in dieselbe Kerbe eingeschlagen sind. Ich muss mir aber auch eingestehen, dass das Bier mit Ahornsirup bei mir fast immer zieht und fast automatisch gewonnen hat. Es gibt immerhin schon mal einen Pluspunkt, auch wenn es schon den ein oder anderen Totalausfall gab.

Das BA Maple VBM gehört genau in entgegengesetzte Richtung. Ein leckeres und ehrliches Bierchen aus Schottland. Die Schotten können neben Single Malt Whisky auch richtig leckeres und schmackhaftes Stout brauen.

Mit der normalen Variante vom V.B.M. konnten die Jungs von Fierce auch schon den ein oder anderen Award abräumen.

Krone:

Es zeigt sich der gewohnt Anblick, ca. 1 Finger Schaum, der dann vom Alkohol in Windeseile zerfressen wird, aber noch etwas am Rand hinterlässt.

Bewertung auf
ratebeer: 100 Punkte 4.00/5
untappd: 4.28/5 Sterne

Empfiehl uns gerne weiter!


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus LĂĽbeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne groĂźen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 5,75 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich wĂĽrde dieses Bier wieder kaufen: Ja


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