Barreled Souls – Stay Puft (2020) (USA)

Barreled Souls - Stay Puft (2020)

Barreled Souls – Stay Puft (2020)

Review: #242 (21.11.2020)

Ich habe es mir heute mal glatt einfach gemacht und noch eine Barreled Souls Flasche aus dem Keller gezogen. Somit könnt ihr die Review der letzten Woche nutzen, um etwas über BS zu erfahren. Mit was werde ich mich beschäftigen?

Mit dem Stay Puft. Ich weiß nicht, wer von euch untappd häufiger nutzt, aber wer dieses Bier sucht, wird bemerken, dass es einige unterschiedliche Abfüllung von diesem Bier gibt, unabhängig von den Jahrgängen. Ein gutes Dutzend soll es an verschiedenen Fässern geben.

Das Honey Pot hatte mir ja schon richtig zugesagt und jetzt darf es ein Pastry Stout von BS geben. Sehr erstaunlich ist auf jeden Fall, dass es obwohl es ohne Fassreifung auskommen muss, mich genau den gleichen Preis kostete, wie die BA Biere von BS. Das war zwar schon ein herber Schlag in die Magengegend, aber was soll’s… Kauft es oder lasst es, ich entschied mich für den Kauf!

Alleine stellte man das Bier aber nicht her, sondern arbeitete/kollaborierte mit Slab Sicilian Streetfood. Ob die nun die Marschmallows gestellt haben, die beim Brauprozess hinzugefügt wurden? Wer weiß es schon so genau…

Infos:
Alkoholgehalt: 12,1%
IBU: –
Inhalt: 0,5 l

kcal: –
Batch: 2841 / 2880
Herkunft: USA

Etikett/Aussehen:

Das Etikett ist eines der schönsten Etiketten, die ich bisher gesehen habe. Klar, bleibt für jeden Geschmackssache, aber mir gefällt das Lagerfeuer im gemalten Look. Ein Wald im Hintergrund, ein blauer Himmel, ein sichelförmiger Mond und zwei Holzstöcke mit Marshmellows, die schon leicht angeröstet aussehen, werden über das Lagerfeuer gehalten.

Zutaten:

  • geröstete Marshmellows

Geruch/Aromen:

Erstmal süß… Es riecht aber nicht nur süß, sondern da ist direkt ein ganz anderer Geruch dabei, den ich kenne… Was ist es? Zuckerwatte und wahrscheinlich auch Marshmallows. Der süßliche Geruch ist schon fast penetrant. Angenehm finde ich das nicht. Ansonsten würde ich noch geröstetes Malz und dunkle Schokolade bestimmen wollen, aber das war es dann auch.

Geschmack:

Pastry Stouts sind immer auf der Waage zwischen Overkill an Süße oder doch einem angenehmen Erlebnis. Wo führt uns die heutige Reise hin?

Ins Glas ergießt sich bestes Motoröl, ölig, sirupartig und das sind wie so häufig die Schlagwörter für den Körper, cremig ist das Bier mit dem ersten Schluck. Schwer und voll. Der Geschmack hingegen büßt für mich ein kleines Stück weit ein, denn dieser scheint zwar voll vorhanden zu sein, aber sonderlich lange hält er nicht an.

Der ein oder andere Stammleser weiß ja, dass ich am Anfang noch ein bisschen zu kühl trinke, aber meiner Meinung nach ist das keine Verschwendung, denn man erlebt das Bier deutlich intensiver, da man mehr Fassetten erhält, auch wenn man sich am Anfang vielleicht der Gesamtkomposition beraubt, bekomme ich die volle Entwicklung des Bieres mit.

Was bietet sich nun aber im Geschmack? Auf untappd steht:

„Schokoladen-, Zuckerwatte- und Vanillearomen mit Aromen von verkohltem Marshmallow und dunkler Schokolade“

Normalerweise unterteile ich ja in Start, Mittelteil und Ende, was hier aber fast nicht nötig ist. Der beschriebene Geschmack auf untappd trifft es so ziemlich auf den Punkt. Ich würde ja mal wieder die Vanille streichen wollen, aber beim Rest stimme ich zu. Dunkle Schokolade, verkohlte Marshmallows/Zuckerwatte.

Nichtsdestotrotz beschreib ich es dennoch. Beim Auftakt wird es noch sehr süß, Zuckerwatte und Marshmallows rollen durch den Raum und auf einmal durchschneidet ein Katana Schwert diesen Traum und schmeißt verbranntes Karamell hinein. Der Geschmack von Zartbitterschokolade lässt Bitterkeit im Kopf entstehen, am ehesten werden diese aber die gerösteten Marshmallows produzieren. Das Malz, was man ausgewählt hat, muss ordentlich geröstet worden sein, damit man diese fast scharfe Bitterkeit erzeugt.

Ein kompletter Fan bin ich von diesem Geschmack nicht, muss ich gestehen. Insgesamt gefällt er mir dennoch, wobei ich sagen muss, dass es für 20 Euro auf 0,5l eine absolute Katastrophe darstellt. Ich will jetzt keine Biernamen aufzählen, aber da gab es weitaus besseres, was ich mir eingeschüttet habe und was deutlich unter 10 Euro gekostet hat.

Ich könnte jetzt auch 0,25l für 10 Euro rechnen, was es aber auch kein Stück besser macht. Trotzdem hat dieses Bier etwas, was mir gefällt.

Vielleicht ist es einfach diese Kompromisslosigkeit, die dieses Bier fährt. Das Stay Puft kann man ohne mit der Wimper zu zucken als Hardliner bezeichnen, denn es geht über Leichen.

Das Ende brennt und wird es bitter. Vom Alkohol her schmeckt man nicht allzu viel, weil die angebrannten Marshmallows alles überdecken, sogar der süße Geschmack verpuf(f)t.

Als Basisbier für ein BA Bier kann ich mir das hingegen gut vorstellen und ich sprach es an, dass es diverse Varianten von diesem Bier gibt und damit waren vor allem BA Varianten gemeint. Das könnte ich mir in der Tat sehr gut vorstellen, da es dem Bier mehr Tiefe und Komplexität verleihen wird, wenn auch der Körper leichter werden sollte.

Ich muss trotzdem sagen, dass mir der Preis ein wirklicher Dorn im Auge ist und dazu kommt noch die hohe Wertung auf untappd mit 4.39 Punkten hinzu, auch wenn mir diese wie wiederholt gesagt egal ist, aber ich weiß nicht, warum das Bier so hoch gehyped wurde.

Krone:

Anmutig anzusehen ist eine cremige, bräunliche, 1cm Krone, die aber mit der Zeit fast bis auf’s Letzte vollständig verschwindet.

Bewertung auf
ratebeer: ohne Eintrag
untappd: 4.39/5 Sterne


Hallo, wir sind

Die Crafter

Zwei Kollegen aus Lübeck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne großen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 19,99 €

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich würde dieses Bier wieder kaufen: Nein

Begründung:

schwankend, aufgrund des Geschmacks rettet es sich noch auf eine 4.1-4.15

preislich gesehen schon eine Katastrophe


Empfiehl uns gerne weiter!

1 Kommentar zu „Barreled Souls – Stay Puft (2020) (USA)

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