Kehrwieder Kreativbrauerei – South Islay Barrel Aged Imperial Stout (Deutschland/Hamburg)

Kehrwieder – South Islay Barrel Aged Imperial Stout

Nach dem zuletzt relativ entt├Ąuschendem Meppener Moorbrand, habe ich mich glatt an das n├Ąchste deutsche Stout gewagt, welches im Fass von Laphroaig gereift wurde.

Infos:
Alkoholgehalt: 11,2%
IBU: –
Inhalt: 0,33l
Herkunft: Deutschland

Kehrwieder steht eigentlich schon auf meiner Liste an Brauereien, die ich so eigentlich nicht mehr unterst├╝tzen m├Âchte, da mir deren Biere oft zu brachial und unausbalanciert vorkommen. Nun wollte ich diesem Bier trotzdem eine Chance geben, da es auf den ├╝blich verd├Ąchtigen Seiten doch ziemlich gut bewertet wurde. Generell bin ich ja der Auffassung, dass in Deutschland gutes Bier gebraut wird, allerdings sind die Stouts/Porter einfach zu d├╝nn oder geschmacksarm.

Beim Moorbrand konnte ich die Fassreifung noch nicht einmal richtig ausmachen, was hier in einem krassen Gegensatz steht.

Ist die Flasche ge├Âffnet, denkt man sofort, es sei ein Feuer ausgebrochen, dazu kommt noch die torfige und rauchige Note.

W├╝rde man nun seine Augen schlie├čen, dann w├╝rde nur noch das Kreischen der M├Âwen fehlen, eine Welle, die an der Klippe zerschellt und man f├╝hlt sich direkt auf Islay (Insel der inneren Hebriden) katapultiert.

Im Geschmack fliegt einem dann auch schon die Faust von Lennox Lewis direkt ans Kinn. Der Treffer l├Ąsst den Kontrahenten direkt taumeln. Ja, auch dieses Bier von Kehrwieder ist richtig brachial im Geschmack, aber hier gef├Ąllt mir das total und es ist nicht unangenehm.

Da kommt einiges im Geschmack bei herum. Da w├Ąren:

  • das Torf
  • verbranntes Lagerfeuer
  • Asche
  • Tabak
  • Speck
  • Rauch
  • R├Âstaromen
  • Malznoten

Es ist bitter und f├╝r Islay typisch, kommt noch eine salzige Note dazu. W├╝rde dieses Bier jetzt noch, wie ein Whisky im Geschmack brennen, es w├╝rde mir mit geschlossenen Augen schwerfallen zu sagen, ob es sich hierbei um ein Bier oder Whisky handelt. Dass es von Islay kommt, w├╝rde ich sofort tippen, daf├╝r ist es charakteristisch zu eindeutig.

Ja, dieses Bier k├Ânnte man auch, als einen frisch abgef├╝llten Single Malt handeln. Trotzdem hat man doch Noten, die dann beim Laphroaig nicht vorkommen. Neben der malzigen Komponente, finde ich dort noch eine Kaffeenote. Was diesem Bier echt gut tun w├╝rde, w├Ąre mehr Rests├╝├če. Es ist zwar eine leichte S├╝├če vorhanden, allerdings b├╝gelt die torfige/rauchige Note wie ein Dampfhammer dar├╝ber. Sowohl der Geschmack, als auch der K├Ârper sind voll, schwer und kr├Ąftig.

Auch bei diesem Bier verfl├╝chtigt sich die Schaumkrone sofort und fast komplett. Allerdings bleibt hier immerhin noch ein Restschaum am Glasrand bestehen.

Dieses Bier besitzt wirklich einige Ecken und Kanten. Ich w├╝rde es keinem Anf├Ąnger empfehlen, au├čer die Person ist hart im nehmen und offen f├╝r Experimente. Vor allem muss diese Person aber einen rauchigen Geschmack m├Âgen. Insgesamt sa├č ich 1 1/2 Stunden an diesem Schwergewicht.

F├╝r Smokeheads kann man nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Dieses Bier ist speziell f├╝r Fans von Islay Whisky eine Pflicht und Offenbarung, ihr kommt hier wirklich auf eure Kosten.

Ihr solltet euch jedoch beeilen, denn dieses Bier ist auf 1012 Flaschen limitiert. Meine Flasche hatte die Nr. 382.

Bewertung auf
ratebeer 98 Punkte 3.79/5 Sterne
untappd 4.01 Sterne

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Die Crafter

Zwei Kollegen aus L├╝beck probieren sich durch verschiedenste Sorten Craft Beer und bewerten diese nachvollziehbar und ohne gro├čen Schnickschnack.
Ehrlich, echt, typisch norddeutsch.


Flaschenpreis: 6,99 ÔéČ

Unsere Bewertung

  • Aroma:
  • Aussehen:
  • Geschmack:
  • Preis/Leistung:
  • Gesamt:

Ich w├╝rde dieses Bier wieder kaufen: Ja


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